Kein Risikogebiet für Zecken-Infektionen

Die Region Trier ist kein Risikogebiet für durch Zecken übertragene Erkrankungen. Darauf haben die Gesundheitsämter Trier-Saarburg und Bernkastel-Wittlich hingewiesen.

Trier. (red) Da die Region kein Risikogebiet ist, sei eine Impfung gegen die so genannte Frühsommer-Meningoencephalitis (FSME) weder sinnvoll noch erforderlich. Viele Ärzte melden nach Auskunft des Gesundheitsamtes Trier-Saarburg zurzeit eine starke Nachfrage nach Impfungen, die vor dieser Krankheit schützen sollen. Bei den Risikogebieten, in denen die mit Viren befallenen Zecken vorkommen, handelt es sich hauptsächlich um Baden-Württemberg und Bayern sowie einige Landkreise in Hessen und Thüringen. In Rheinland-Pfalz ist nur der Kreis Birkenfeld als Risikogebiet für FSME ausgewiesen.Bei FSME handelt es sich um eine Erkrankung, die ein bis zwei Wochen nach dem Zeckenbiss zum Ausbruch kommen und mit einer Hirnentzündung einhergehen kann. 70 Prozent der Personen, die eine Infektion erleiden, bemerken jedoch entweder keinerlei oder nur unspezifische Symptome. Diese Erkrankungen heilen immer aus.Zur Verhütung von FSME stehen für gefährdete Personen Impfstoffe zur Verfügung. Hingegen besteht gegen die auch in unseren Breiten vorkommende Borelliose kein Impfschutz. Eine Impfung vor FSME wird für ständige Bewohner von Risikogebieten empfohlen und für alle Personen, die während der Zeckensaison, etwa von März bis Oktober, in solche Gebiete reisen, dort campen oder andere Freizeitaktivitäten in der Natur ausüben. Bei Kindern unter drei Jahren sollte eine Risikoabwägung mit dem Haus- oder Kinderarzt erfolgen.