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Keine Corona-Verstöße im Reha-Zentrum Trier nachgewiesen

Verfahren eingestellt : Keine Corona-Verstöße in Trierer Reha-Zentrum nachgewiesen

Die Stadt Trier hat das im Juli 2020 eingeleitete Bußgeldverfahren gegen das Zentrum für Ambulante Rehabilitation (ZAR) in Trier eingestellt. Der Verdacht der Verletzung von Hygienevorschriften habe sich nicht erhärtet, teilte die Stadt am Freitag mit.

Im Juli waren 20 Sars-Cov2-Infektionen im und im Umfeld des Reha-Zentrums in der Trierer Metternichstraße bekannt geworden. Das Ordnungsamt nahm Ermittlungen auf, weil laut Ordnungsdezernent Thomas Schmitt der Anfangsverdacht vorliege, „dass gegen Hygienebestimmungen verstoßen wurde, insbesondere gegen die Abstandsregeln und die Maskenpflicht durch Personal“.  Mehrere Patienten und Mitarbeiter – darunter auch ein Arzt – des Reha-Zentrums hatten sich mit dem Corona-Erreger infiziert.

Das ZAR wurde daraufhin für zwei Wochen geschlossen. Die Reha-Einrichtung bestritt, bei der Umsetzung ihres Corona-Hygienekonzepts nachlässig gewesen zu sein.

Die Stadt Trier erinnert in ihrer aktuellen Mitteilung an „ein größeres Ausbruchsgeschehen mit insgesamt neun Covid-19-Erkrankungen unter Patienten eines Trierer Reha-Zentrums im Juli 2020“.  Das Ordnungsamt der Stadt Trier habe daraufhin umfangreiche Ermittlungen und Anhörungen gemacht.

„Der Verdacht, dass Ärzte oder Personal die Hygienevorschriften verletzt hätten, hat sich dabei nicht erhärtet“, sagt Stadt-Pressesprecher Michael Schmitz. Insgesamt seien 30 Patienten, darunter auch die neun positiv Getesteten, zur Sache angehört worden. Das eingeleitete Bußgeldverfahren sei daher eingestellt worden.