Keine schöne Bescherung: The Rudolphs liegen auf Eis

Keine schöne Bescherung: The Rudolphs liegen auf Eis

Zwangspause: Die Weihnachts-Beat-Band The Rudolphs liegt nach dem Ausstieg von zwei Mitgliedern auf Eis. Der obligatorische Auftritt am 23. Dezember in der Tuchfabrik fällt aus - möglicherweise auch 2011.

Trier. Guildo Horn in der Europahalle, Thomas Schwab in der Arena, The Rudolphs in der Tuchfabrik - das Trierer Konzertpublikum hatte in den vergangenen Jahren stets eine große Auswahl an Veranstaltungen, mit denen es sich schon am 23. Dezember eine musikalische Bescherung verpassen lassen konnte. Diesmal dürfte es leichter fallen, mit Freunden und Bekannten auf einen gemeinsamen Verabredungsnenner zu kommen: Das Gastspiel der Rudolphs in der Tufa fällt aus.

Grund ist der Ausstieg von Sängerin Susanne Ermshaus (wohnt nicht mehr in Trier) und Leadgitarrist Nicolas Sieger (hat seine Klampfe vorläufig an den Nagel gehängt). "Das waren zwei tragende Säulen. Die konnten und wollten wir nicht so einfach ersetzen", sagt Bandchef Uli Backes (44; Gesang/Gitarre). Deshalb übten er und die beiden anderen Rudolphs-Mitglieder Andi Klein (Schlagzeug) und Klaus Dannehl (Bass) sich in diesem Advent in Bühnenabstinenz.

Ob es 2011 eine Fortsetzung in der Tufa gibt, ist noch unklar. Fest steht: Backes und Klein wollen ihr persönliches Jubiläum (20 Jahre Weihnachtsbeat) mit Liveauftritten gebührend feiern, aber möglicherweise ganz zu den Wurzeln zurückkehren. Die Rudolphs (früher: Die Rotnasigen Rentiere) erspielten sich zunächst in Szenekneipen wie dem "Abwärts" (Judengasse) oder dem "Cubiculum" (Jesuitenstraße) Kultstatus und zelebrierten dann zehn Jahren lang stets am 23. Dezember ihre verrockten und verbeateten Versionen von Weihnachtsklassikern vor bis zu 500 Fans in der Tufa.

Einer ist besonders traurig über die Zwangspause: Raimund Ackermann (54), dem die Rudolphs traditionsgemäß die Tufa-Eintrittseinnahmen für seine Obdachlosenhilfe Streetwork e.V. gespendet haben: "Diese Unterstützung war gerade im Winter eminent wichtig."