Keine Staus, aber weniger Parkplätze

Keine Staus, aber weniger Parkplätze

Die Sanierung ihres Leitungsnetzes lassen sich die Stadtwerke Trier (SWT) in diesem Jahr knapp 14 Millionen Euro kosten. Der Schwerpunkt liegt erstmals auf der Entsorgung: Für neun Millionen Euro werden auf 36 Kilometern Länge Abwasserkanäle erneuert.

Trier. Neun Millionen Euro für die Erneuerung von 36 Kilometer Abwasserkanälen. Das klingt nach großen Baustellen und Staus. Aber: "Zu nennenswerten Behinderungen für den fließenden Verkehr wird es nicht kommen", verspricht der zuständige SWT-Bereichsleiter Helfried Welsch. "Denn ein Großteil der Kanäle können wir mit Inlinertechnik sanieren." Dazu sind nur punktuelle Straßenaufbrüche nötig, nicht aber das Freilegen eines kompletten Leitungsabschnitts. Lediglich auf insgesamt 1,9 Kilometern sei eine offene Bauweise erforderlich, und die betroffenen Zonen lägen abseits der Hauptverkehrsadern. So ganz ohne Beeinträchtigungen aber werden die Bauarbeiten nicht ablaufen: "Vor allem im Ostviertel werden wir zeitweilig Parkplätze in Beschlag nehmen müssen", kündigt Welsch an.
Das Jahr 2013 bringt eine Wende im 2004 gestarteten Leitungserneuerungsprogramm. Lag bislang der Fokus auf Versorgungsleitungen (Wasser, Strom, Gas), knöpfen sich die Stadtwerke ab jetzt verstärkt ihr Entsorgungsnetz vor. Das umfasst insgesamt 490 Kilometer, wovon 220 bereits saniert sind. "Die restlichen 270 wollen wir bis 2022 abarbeiten", kündigt Welsch an.
In diesem Jahr stehen Wasserleitungsreparaturen auf 5,2 Kilometern Länge (Kosten: 1,8 Millionen Euro), 3,6 Kilometer Gasleitungen (1,2 Millionen) und 5,9 Kilometer Stromleitungen (1,9 Millionen) auf dem Programm - fast alles abseits der Hauptverkehrsadern. Baustellenbedingte Staus, wie sie 2012 in der unteren Olewiger Straße täglich Tausende Verkehrsteilnehmer nervten, seien in diesem Jahr nicht zu befürchten. Auch, weil der noch ausstehende Paulinstraßen-Abschnitt zwischen Wasserweg und Zeughaus-/Balthasar-Neumann-Straße erneut auf die lange Bank geschoben wurde. Welsch: "Wir werden gemeinsame Sache mit der Stadt machen, die dort einen Vollausbau plant." Beginn voraussichtlich 2014.
Schwerpunkte des Stadtwerke-Baustellenprogramms 2013:
Gartenfeld: In der Charlotten-, Wilmowsky- und Hermes straße werden auf 1,2 Kilometern Länge Gas- und Wasserleitungen erneuert sowie rund 300 Meter Nieder- und Mittelspannungskabel. In der Egbertstraße erneuern die SWT auf einer Länge von rund 220 Metern Gas, Wasser und Kanal in offener Bauweise. Die Arbeiten sind gestartet und dauern voraussichtlich bis Frühjahr 2014.
Heiligkreuz: Leitungserneuerungen in allen Versorgungssparten in Adolph-Kolping-, Flinsbach-, Werding- und Ludwig-Simon-Straße, Karlsweg, Treverer-, Erzbischof-Heinrich-, Christian-Eberle-, Eduard-Schieffer-, Ferdinand-Tietz-, Stefan-George- und Orendelstraße sowie Unterm Wolfsberg. Die Arbeiten erfolgen in Abschnitten und dauern bis Mitte 2013.
Trier-Nord: In Brahms-, Gärtner-, Max-Brandts- und Teilen der Zeughausstraße erneuern die SWT Strom-, Gas-, Wasser- und Fernmeldeleitungen sowie den Kanal. Die Arbeiten beginnen voraussichtlich Mitte Juni und dauern bis Ende 2014.
Weismark: Erneuerung von Strom-, Gas- und Wasserleitungen in Görres-, Antonie-Haupt-und Joseph-Haydn-Straße. Die Arbeiten laufen und dauern voraussichtlich bis Jahresende.
Kürenz: In der Straße Beim Hohlengraben erneuern die SWT auf rund 700 Metern Strom-, Gas- und Wasserleitungen sowie die Leitungen der öffentlichen Beleuchtung. Die Arbeiten starten voraussichtlich im Juli und dauern bis Ende des Jahres.
Ehrang: Die SWT setzen die Arbeiten in Nieder- und August-Antz-Straße, Zur Stadtmauer und Quinter Straße fort. Erneuert werden alle Versorgungssparten und der Kanal. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende Mai. Darüber hinaus wird das Gelände des ehemaligen Brauchwasserwerks mit Erdgas, Strom, Wasser und Kanal erschlossen. Außerdem sind Erschließungsarbeiten im Baugebiet BE 25 geplant.