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Keine Studi-Wohnungen in der Burgunderstraße

Keine Studi-Wohnungen in der Burgunderstraße

Die Pläne, in der früheren Franzosensiedlung Burgunderstraße vorübergehend Studentenwohnungen einzurichten, haben sich zerschlagen. Das Studierendenwerk Trier erachtet den Sanierungsbedarf und die daraus resultierenden Mieten als zu hoch.

Trier-Kürenz. (rm.) Die Euphorie ist Ernüchterung gewichen. Was Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani im Juli als "geniale Lösung" bezeichnete, hat sich als unrealisierbar erwiesen. Das Studierendenwerk Trier (SWT) sieht nach den Worten seines Geschäftsführers Andreas Wagner keine Chance, auch nur einen Teil der 174 Wohnungen der Ex-Franzosensiedlung Burgunderstraße für studentisches Wohnen herzurichten. Tenor der SWT-Absage an den Eigentümer Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima): Der Sanierungsaufwand sei zu hoch, als dass die Wohnungen zu attraktiven Konditionen weitervermietet werden könnten. Mit dieser Absage ist laut Bima-Mitarbeiter Norbert Kraff eine "Zwischennutzung" endgültig vom Tisch: "Wir suchen nun nicht mehr nach weiteren Partnern, um die Burgunderstraße vorübergehend zu beleben."

Ursprünglich hieß es, bis 2012 sollte Klarheit herrschen über die Zukunft des Wohngebietes in attraktiver Lage. Im Bima-Auftrag erarbeitet das Städtebau-Büro Isu (Bitburg) derzeit eine Rahmenplanung, die laut Kraff "drei Alternativen durchrechnet: den vollen Gebäudebestand erhalten, ihn ganz abreißen oder in Teilen erhalten und Lücken auffüllen". Die Ergebnisse sollen in etwa einem Monat vorliegen und dann soll mit der Stadt über deren Vorstellungen gesprochen werden. Bis zu einer umsetzungsreifen Planung dürfte es aber ein Jahr dauern. So lange wird die in kürzlich von den letzten Franzosen verlassene Siedlung Burgunderstraße ein "Geisterdorf" bleiben. Ungebetene Gäste soll ein Wachdienst fernhalten.