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Keller vollgelaufen, Bäume umgestürzt

Keller vollgelaufen, Bäume umgestürzt

Vollgelaufene Keller, umgestürzte Bäume, gesperrte Straßen - die Unwetter am Freitagabend haben die Feuerwehren in Kordel und im Raum Zemmer stundenlang beschäftigt. Sogar die Eifelstrecke der Bahn war zeitweise gesperrt.

Zemmer/Kordel. Unwetter tobten an vielen Stellen in der Region am Freitagabend - aber in der Verbandsgemeinde Trier-Land rund um die Großgemeinde Zemmer und Kordel entluden sich die Regenwolken wohl besonders heftig. Die Feuerwehr berichtete von zahlreichen Einsätzen in Zemmer, Roth, Schleidweiler, Daufenbach und Kordel.
Ein Einsatz nach dem anderen


Die ersten Einsatzmeldungen gingen zwischen 16 und 17 Uhr bei den Wehren ein. Dann klingelten die Telefone pausenlos bis in den Abend hinein. In vielen Straßen in den genannten Orten konnten die Kanäle die Wassermassen nicht auffangen, Gullideckel drückten sich hoch, Keller liefen voll. Verbandsgemeinde-Wehrleiter Jürgen Cordie berichtet von elf Einsätzen in Schleidweiler und 21 in Roth. Dort habe in einer Straße das Wasser 15 bis 20 Zentimeter hoch gestanden, die Gullideckel seien gar nicht mehr auszumachen gewesen. "Das habe ich so auch noch nicht erlebt", sagte Cordie am Sonntag dem TV.
In Roth waren seinen Angaben zufolge auch zwei Wohnräume vollgelaufen, in Schleidweiler stand ein Heizölkeller unter Wasser.
Außerdem mussten die Wehrleute zahlreiche Bäume beseitigen, die durch das Gewitter umgekippt waren. Thomas Ensch, Wehrleiter der Zemmerer Feuerwehr, berichtete dem TV von 30 bis 40 Einsätzen allein im Ortsteil Zemmer. Mehrere Straßen seien zeitweise unpassierbar gewesen.
Auch Feuerwehr unter Wasser


In der Meulenstraße stand laut Ensch stand das Wasser einen halben Meter hoch. Gullideckel wurden herausgespült. "Es hat in kurzer Zeit 60 Liter den Quadratmeter geregnet", sagte Ensch dem TV, "das schaffen die Kanäle nicht." Die Feuerwehr musste die Ortsdurchfahrt der L 43 in Zemmer zeitweilig komplett sperren.
Selbst das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr selbst war von einem Wassereinbruch betroffen.
Rund um Kordel musste die Freiwillige Feuerwehr laut Wehrleiter Cordie allein 20mal ausrücken, um umgestützte Bäume zu beseitigen, die teils Straßen blockierten. Auch die Bahnstrecke im Kylltal bei Kordel war laut Cordie zweimal wegen umgestürzter Bäume blockiert.
Die Freiwilligen Feuerwehren waren in den Ortschaften bis in den späten Abend mit Pumpen und Aufräumen beschäftigt - und am Samstag mit dem Säubern ihrer Ausrüstung.