Kellerbrand in Trier-Nord mit sechs Verletzten - Update: Haus weiterhin bewohnbar

Kellerbrand in Trier-Nord mit sechs Verletzten - Update: Haus weiterhin bewohnbar

Sechs Bewohner eines Mehrfamilienhauses in Trier-Nord sind durch ein Feuer verletzt worden, das am späten Montagabend im Keller ausbrach. Die Ursache des Brandes ist unklar, die Kriminalpolizei ermittelt.

Plötzlich zog starker Rauch durchs Treppenhaus, die Rauchmelder in den Wohnungen gaben Alarm: Bewohner des Mehrfamilienhauses in der Trierer Röntgenstraße bemerkten die Notlage am Montag gegen 22.30 Uhr und verließen schnell ihre Wohnungen. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an.
Die Feuerwehrmänner bauten schnell eine Wasserleitung auf und drangen mit mehreren Trupps unter schwerem Atemschutz in das Mehrfamilienhaus ein. Starker Qualm stieg aus Fenstern und Türen im Erdgeschoss auf. Feuerschein war von außen zu sehen. Bereits nach kurzer Zeit hatte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle, die Nachlöscharbeiten begannen. Die Brandbekämpfer durchsuchten alle Wohnungen.
Die Bewohner der sechs Mietparteien des Mehrfamilienhauses wurden zu einem Sammelpunkt gebracht und von Rettungsdienst und der Feuerwehr betreut. Laut Mitteilung der Berufsfeuerwehr erlitten sechs Menschen Verletzungen durch Rauchgasvergiftungen, vier leicht und zwei mittelschwer. Sie wurden vor Ort vom Notarzt versorgt und dann in Trierer Krankenhäuser gebracht.

Eine Stunde lang Löscharbeiten

Nach einer Stunde waren auch die Nachlöscharbeiten beendet. Der Rauch wurde mit Spezialgeräten aus dem Gebäude gezogen. Der verbrannte Inhalt des Kellerraums, in dem das Feuer ausgebrochen ist, wurde vor dem Gebäude abgeladen. Nach einer ersten Schätzung der Feuerwehr liegt der Schaden am Mehrfamilienhaus im fünfstelligen Bereich. Während der zwei Stunden dauernden Löscharbeiten waren die Röntgen- und Hochwaldstraße voll gesperrt.
Die Ursache ist noch völlig unklar, die Brandexperten der Kripo haben die Ermittlungen aufgenommen. Die Bewohner kamen in der Nacht bei Nachbarn und Freunden unter.
Trier-Nords Ortsvorsteher Christian Bösen machte sich am Dienstag vor Ort ein Bild der Lage und brachte gute Nachrichten mit. "Das Gebäude selbst ist nicht beschädigt worden", sagte er im Gespräch mit dem TV. "Die Bewohner können wieder einziehen." Das Treppenhaus sei zwar stark verraucht gewesen, doch das Problem sei behoben.
Das bestätigte auch Thomas Schacherer vom Vorstand der Wohnungsgenossenschaft am Beutelweg (Wogebe), der das Mehrfamilienhaus in der Röntgenstraße gehört: "Der Kellerraum ist natürlich verwüstet, aber das Haus selbst kann sofort wieder bezogen werden."