Keltern „wie et fria woar” in Morscheid und Föhren

Tradition : Keltern „wie et fria woar” in Morscheid und Föhren

Die klassische Viezherstellung hat ihren besonderen Reiz, wie zwei Veranstaltungen im Ruwertal und im Meulenwald beweisen.

Äpfel keltern wie es schon die Vorfahren gemacht haben – diese Tradition wird in Morscheid und Föhren hochgehalten.

Bereits zum 18. Mal hat der Männergesangverein Cäcilia 1946 Morscheid am Sonntag sein Viezfest veranstaltet. Und besser konnten die Voraussetzungen wahrlich nicht sein: Es gab viel Sonnenschein, reichlich Äpfel und viele Abnehmer für Apfelsaft, Viez und 35 leckere Apfelkuchen, die eigens für das Fest gebacken wurden. Auf dem Speisezettel standen auch Zwiebelkuchen, Morscheider Schinken- und Käsebrote sowie Grillschinken mit Kappes-Meng.

Aus elf Zentnern Rheinischen Bohnäpfeln von Morscheider Bäumen pressten die Sänger etwa 300 Liter Most. Für Unterhaltung sorgte am Nachmittag die Winzerkapelle Waldrach.

Kinder an die Tradition des Keltern heranführen, das macht die Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Föhren bereits seit mehr als zehn Jahren. Etwa 60 Kindergarten- und Grundschulkinder waren am Freitagnachmittag mit ihren Eltern zur Viezkelterstation gekommen. Dort konnten sie nach Herzenslust herumtollen und dem Awo-Kelterteam um Horst und Jonas Wehinger über die Schulter schauen oder auch selbst mit anpacken.

Seit mehr als zehn Jahren bietet die Arbeiterwohlfahrt Föhren die Aktion „Keltern mit Kindern” an. Als Belohnung fürs Helfen gibt es dann an der öffentlichen Viezkelter den süßen Apfelsaft. Foto: Albert Follmann

Zur Belohnung durften die Kids natürlich den köstlichen, selbst gepressten Apfelsaft probieren.