Kicken für Europa

Der FSV Trier-Tarforst war am Wochenende zum fünften Mal Gastgeber des internationalen Jugendfußballcups der Großregion. Im Zeichen der europäischen Freundschaft und Integration trafen sich französische, belgische, luxemburgische und deutsche Kinder.

Trier. "Lauft, allez und leeft", hallt es über den Tarforster Kunstrasenplatz. Das Wochenende stand ganz im Sinne der europäischen Idee. Zum fünften Mal trafen sich im Sportzentrum Tarforst unter dem Motto "Sport kennt keine Grenzen" etwa 60 französische, belgische, luxemburgische und deutsche Kinder aus der Großregion, um zusammen das Wochenende zu verbringen.
Im Mittelpunkt stand ein Fußballturnier mit gemischten Mannschaften. Die zehn Teams, von Deutschland bis Brasilien, mit jeweils fünf bis sechs Spielern wurden im Vorfeld ausgelost. "Wir haben bewusst gemischte Mannschaften gemacht, damit sich die Kinder besser kennenlernen und gemeinsam Spaß haben", macht Bernd Willems, zweiter Vorsitzender des FSV Trier-Tarforst, deutlich. Es wurde gemeinsam gespielt, gegessen und das WM-Viertelfinale zwischen Argentinien und Belgien geschaut. Natürlich stand der Fairplay-Gedanke im Vordergrund. Die Luxemburger, Franzosen und Belgier übernachteten gemeinsam im Tarforster Sportzentrum.
"Die Kommunikation klappt gut. Zur Not verständigen wir uns mit Händen und Füßen", sagt die 12-jährige Marie Behr, Schülerin des Trierer Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums und Spielerin im Team Deutschland. "Mit den Franzosen und Belgiern sprechen wir französisch und die Luxemburger können ja deutsch und französisch. Also kein Problem", fügt die 17-jährige Sophie Carlitz, Teamleiterin des Teams Brasilien, hinzu.
Roger Lewentz, rheinland-pfälzischer Minister für Inneres und Sport, sagt: "Das ist eine sehr tolle Aktion, die wir gerne unterstützen. Der Sport verbindet. Auch der Fairplay-Gedanke trägt zur Integration bei." Auch Bernd Willems zieht eine positive Bilanz: "Es hat sich auf jedenfalls wieder gelohnt." nst