Kiloweise Vorräte

Wie halten Sie es eigentlich mit guten Vorsätzen fürs neue Jahr? Ich bin ja kein Freund davon, aber diesmal habe ich eine Ausnahme gemacht. Der Sinneswandel kam mir, als ich zwischen den Jahren so leichtfertig war, mich auf die Waage zu stellen.



Auweia, wie können so kleine Weihnachtsplätzchen nur einen so großen Flurschaden anrichten? Die Nadel zeigte gleich drei Kilostriche mehr als üblich. Mein Körper schien in den vergangenen Tagen die Kalorien wie ein Magnet angezogen und ohne nennenswerten Zerlegungsprozess gleich an der Hüfte gebunkert zu haben. War vielleicht vom Gehirn so gesteuert, dachte ich mir. Die Augen sehen die Schneeberge, funken ans Gehirn, wenn das so weiter schneit, sitzt die Paula fest und kann womöglich für lange Zeit nicht mehr einkaufen, also muss sie einen Kalorienvorrat anlegen. Just in diesem Moment kam der gute Vorsatz ins Spiel: Ich muss abnehmen! Durch Sport!

Dass daraus bis jetzt nichts geworden ist, ist nicht meine Schuld. Schnee und Eis auf den Wegen haben meine guten Vorsätze ausgebremst. Jetzt hat's zwar getaut, aber wie es aussieht, kann ich meine Kilos immer noch nicht an den Radwegen von Saar oder Mosel abtrainieren. Erst muss das Hochwasser weg sein. Ich will schon gar nicht mehr aus dem Haus raus und mir das Elend an den Flüssen angucken. Sonst könnte ja wieder eine Kettenreaktion in Gang kommen: Auge sieht Hochwasser, Gehirn denkt an gesperrte Straßen und leere Vorratskammer - und ruckzuck sind wieder drei Kilo eingelagert bei

Mehr von Volksfreund