Kinder ganz nah an der Kunst

Was passiert, wenn zwei Bösewichte wie Max und Moritz dem Lebkuchenmann begegnen? Das Chaos ist programmiert - und für Kinder ein Riesenspaß. Hautnah konnten sie die Tänzer und Schauspieler des Stadttheaters beim Benefizkonzert in der Freien evangelischen Gemeinde erleben.

Groß und Klein machte mit beim Benefizkonzert zugunsten der integrativen Kindertagesstätte der Lebenshilfe in der Freien evangelischen Gemeinde. TV-Foto: Dorothee Quaré-Odenthal

Trier. (QO). Hätten sie nur den quirligen Bäcker (Reveriano Camil) in Ruhe gelassen! Doch die Lausbuben Max und Moritz (grimassierend und akrobatisch: David Scherzer und René Klötzer) landen im Mehl, im Teig - und im Backofen. Die anwesenden Kinder johlen, nur ein Mädchen meint: "Die armen beiden, gell?" Natürlich kommen sie putzmunter wieder hervor - und auch dem Lebkuchenmann (in ungewohnter Rolle: Michael Ophelders) schadet die Röstung nicht, die die Bösewichte ihm verpassen. Die Kinder singen und klatschen begeistert mit ihm, die vorwitzige Maus Flitsch Flatsch Gamasche (Enrico Spohn) verzichtet aufs Anknabbern. Nur der grantig schwäbelnde alte Teebeutel (Sabine Brandauer) ärgert sich: Max und Moritz haben seinen Tee mit Wasser versetzt. Ein Zaubertrank verwandelt sie schließlich in brave Jungs. "Eine musikalische Reise durch die Kinderwelt - Lebkuchenmann trifft Max und Moritz" nannte sich das Benefizkonzert mit Tänzern und Schauspielern des Stadttheaters Trier, dem "Reed Bulls Saxophon Quartett" und Jian Cao am Klavier. Die Kinder der Kindertagesstätte hatten ihren Anteil daran - etwa mit dem "Katzentanz" und dem "Seifenblasenlied". Moderator Dieter Lintz strahlt: "Das ist hier ein ganz anderer Kontakt mit dem Publikum!" Es war der Wunsch von Organisatorin Cynthia Nay, Kinder ganz nah an Kunst heranzubringen. "Sie sollen mitmachen können", sagt sie. Sophie (5) und Jonathan (6) sind sich einig: "Das war toll!"Der Erlös des Konzerts in der Freien evangelischen Gemeinde Trier kommt der integrativen Kindertagesstätte der Lebenshilfe im Wichernhaus und in Kürenz zugute. Stefan Klockmann vom Förderverein sagt: "Wir möchten ein Pflanzbeet einrichten und Spielgeräte erneuern."