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Kinder in Trier und im Kreis Trier-Saarburg können wieder draußen spielen.

Corona-Krise : Spielplätze in Trier und im Kreis: Öffnung heiß ersehnt, in Maßen genossen

Kinder in Trier und im Kreis Trier-Saarburg können wieder draußen spielen. Mancherorts haben Eltern die Plätze selbst wieder geöffnet.

Die Verwaltungen in Trier und Konz gehörten zu den ersten Institutionen, die Spielplätze nach der Corona-Auszeit wieder geöffnet beziehungsweise deren Öffnung angekündigt haben. Bereits am Sonntag waren in der Stadt Trier die Spielplätze im Palastgarten, am Mattheiser Weiher, in der Treverer Straße, im Nells Park und im Beutelweg wieder offen. Das lief laut Pressesprecher Michael Schmitz offenbar ohne größere Probleme ab. Schmitz teilt mit: „Der Kommunale Vollzugsdienst hat sich den Betrieb auf den Plätzen am Palastgarten und am Mattheiser Weiher angesehen. Dabei wurden keine Verstöße festgestellt und auch keine Überfüllung.“ Aus Stadtteilen sei berichtet worden, dass der eine oder andere Spielplatz auch ohne formale Öffnung schon besucht worden sei. Schmitz: „Die Leute haben selbst das Absperrband weggenommen und die Kinder schon  Schaukel oder Rutsche benutzt. Das ist aus unserer Sicht aber kein Drama.“ Die übrigen der 104 Spielplätze in Trier sollen laut Schmitz im Laufe des Montags geöffnet werden.

Laut der fünften Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes vom vergangenen Donnerstag dürfen Spielplätze wieder genutzt werden. Auch dort gelten die üblichen Kontaktbeschränkungen: Der Aufenthalt ist nur alleine, mit Angehörigen des eigenen Hausstands oder einem weiteren nicht im Haushalt lebenden Menschen zulässig. Zu allen nicht im eigenen Haushalt lebenden Menschen muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden.

Aus der Verbandsgemeinde (VG) Konz heißt es nach einem Tag Öffnung: „Auf die Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen mussten wir nur vereinzelt hinweisen.“ In der VG Schweich wurden die Ortsgemeinden am Samstag über die Möglichkeiten der Öffnung informiert. Laut Wolfgang Deutsch von der Verwaltung haben sie am Montag entsprechende Schildervordrucke erhalten. Deutsch sagt: „Wir gehen davon aus, dass die Gemeinden unbürokratisch entschieden haben. Probleme sind uns keine bekannt.“

Die übrigen VG-Verwaltungen im Kreis Trier-Saarburg (Hermeskeil, Saarburg-Kell, Trier-Land, Ruwer) reagierten wohl erst am Montag auf die neue Verordnung und empfahlen den Ortsbürgermeistern, die Spielplätze wieder zu öffnen. Rainer Dederichs von der VG Ruwer bezeichnete es als unglücklich, dass die fünfte Landesverordnung genauso wie ihre beiden Vorgänger die Verwaltungen erst am Samstag erreicht habe, wenn diese nicht besetzt gewesen sei. Die Ortschefs hätten teilweise schon von sich aus reagiert. Laut Dederichs hat sich in der VG Ruwer das Ordnungsamt um die Beschilderung gekümmert.

Für die VG Trier-Land wies Johanna Fox darauf hin, dass die Öffnung der Spielplätze im Ermessen der Ortsbürgermeister liege. Aus Hockweiler habe Ortsbürgermeister Uwe Seher berichtet, dass der Spielplatz bereits am Sonntag geöffnet und gut angenommen worden sei. Seher selbst sagte auf TV-Nachfrage: „Es war gestern ein gewisses Frohlocken zu vernehmen.“

René Treitz, Beigeordneter der Stadt Hermeskeil sagte am Montagvormittag: „Das Ordnungsamt erstellt gerade den Text für die Schilder mit den Auflagen. Die sieben Hermeskeiler Spielplätze öffnen dann im Laufe des Tages oder morgen Vormittag. Genauso wie der Bolzplatz und die Skaterbahn.“ Er sei bereits einige Male von Eltern gefragt worden, wann es so weit sei. Elmar Schömann, Ortsbürgermeister von Wincheringen (VG Saarburg-Kell), hatte die vier Spielplätze im Ort noch vor der offiziellen Weisung geschlossen. Er sagte: „Drei Minuten, nachdem ich den Platz auf Mont am frühen Sonntagmorgen geöffnet habe, haben vier Kinder darauf gespielt.“ Die Freude sei groß gewesen.