Kinder spielen wieder in Trier-Nord

Kinder spielen wieder in Trier-Nord

In der Balthasar-Neumann-Straße hat Bürgermeisterin Angelika Birk den neuen Spielplatz eröffnet. Dieser wurde den Anwohnern bereits vor sechs Jahren versprochen. Diskussionen gibt es über eine Einzäunung des Platzes.

Trier-Nord. Auf 660 Quadratmetern Fläche spielen die Kinder der Kita St. Paulin - im Sandkasten, auf der Rutsche, auf den Schaukeln, in der Kletterspinne oder einfach auf der Wiese. Bürgermeisterin Angelika Birk schneidet zur Eröffnung des neuen Spielplatzes in der Balthasar-Neumann-Straße feierlich ein rotes Band durch. Die Kosten belaufen sich auf rund 83 000 Euro. 20 000 Euro hat die Stadt übernommen, den Rest die Firma Luxbau und der Ortsbeirat. "So günstig haben wir kaum einen Spielplatz gebaut" verriet Klaus Scherer vom Grünflächenamt.
Schon vor sechs Jahren, 2009, wurde den Anwohnern ein Spielplatz von Investor Luxbau versprochen. Luxbau durfte damals nur unter dieser Voraussetzung einen neuen Wohnkomplex in Trier-Nord bauen. Daraufhin erarbeitete Kerstin Schorer-Hach, Mitarbeiterin des Vereins Mobile Spielaktion, zusammen mit den Kindern einen Plan für die Gestaltung.
Keine Frist vereinbart


Die Stadt versäumte damals, eine Frist für den Bau des Spielplatzes festzulegen. Der Investor zahlte 2012 den versprochenen Preis und übertrug das Grundstück in den Besitz der Stadt Trier. Somit war dieser Spielplatz laut Klaus Scherer "gesichert".
Auf die Frage "Wie gefällt euch der Spielplatz?" antworten die Kinder im Chor begeistert "gut!". Auch die Eltern und Erzieher sind zufrieden. Bürgermeisterin Angelika Birk erklärte, der Spielplatz sei sehr schön geworden und jedes Kind, das dort spielen wolle, dürfe das auch.
Trotzdem gibt es noch Diskussionen um das Gelände: Anwohner fordern eine Einzäunung des Grundstücks, damit die Kinder nicht die ganze Wiese kaputt machen. Die meisten Verantwortlichen sprechen sich jedoch dagegen aus. Sie wollen den Kindern, laut Klaus Scherer, ihre Freiheit lassen.
Man werde einen Kompromiss finden, zeigte sich Angelika Birk optimistisch. Sie wolle mit den Anwohnern arbeiten und nicht gegen sie. jusc

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