Kinder verletzt

TRIER. (mc) Laut und gefährlich: Ein Silvesterknaller hat in Trier zwei Mädchen verletzt. Weitere Böller verursachten Brände, unter anderem in einer Trierer Hauptschule.

Zwei Mädchen, neun und zwölf Jahre alt, wurden am Samstag durch einen Silvesterknaller im Gesicht verletzt. Ein 14-jähriger Junge hatte den Knaller auf die Jacke eines der Mädchen geworfen, wo er dann auch explodierte. Das jüngere Mädchen erlitt dabei Verbrennungen ersten Grades auf beiden Wangen und laut Polizei möglicherweise eine Beeinträchtigung der Sehschärfe. Dies muss jedoch noch durch genauere Untersuchungen festgestellt werden. Glimpflicher verlief der Vorfall für die Zwölfjährige. Sie verlor ihre Hörfähigkeit "nur" für wenige Stunden. Ungewöhnlich ruhig verlief der Jahreswechsel für die Polizei im gesamten Kreisgebiet, abgesehen von Meldungen über zu laute Feiern . Mögliche Ursache: Der verregnete Silvesterabend. Allerdings verursachten Böller mehrere Brände. Schon am Freitagabend brannte ein Fahrzeug "Im Weidengraben" in Neu-Kürenz komplett aus, das Feuer wurde durch einen Knaller ausgelöst. Die Feuerwehr konnte den PKW nicht mehr vor der Zerstörung retten. In der Thyrsusstraße und in der Herzogenbuscher Straße (Trier-Nord) warfen Unbekannte Feuerwerkskörper in einen Kleidercontainer und einen Papiercontainer, beide Male löschte die Feuerwehr das Feuer. Und kurz nach Mitternacht zündelten Unbekannte unter der Konrad-Adenauer-Brücke mit Böllern, eine Hecke geriet in Brand. Kurz vor Mitternacht brannte es in der Kurfürst-Balduin-Hauptschule im Trierweilerweg in Trier-West. Auch dort wurde der Brand durch einen China-Böller ausgelöst. Ein unbekannter Täter warf einen oder mehrere dieser Böller durch ein gekipptes Kellerfenster im hinteren Bereich der Schule in einen Putzmittelraum. Dort liegende Putzlappen entzündeten sich durch die Glut. Ein größerer Gebäudeschaden konnte durch den rechtzeitigen Einsatz der Feuerwehr verhindert werden. Einem Anwohner war ein Feuerschein aus dem Keller aufgefallen. Die Polizei bittet um Hinweise unter Telefon 0651/97793200.