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Kinderschutzbund Trier ist in Alarmbereitschaft

Hilfe : Kinderschutzbund Trier ist in Alarmbereitschaft

Der Verein hat ein neues Präventionsangebot aufgelegt. Mitarbeiter besuchen Schulen und informieren Kinder und Jugendliche.

Aktuelle Zahlen zeigen, dass es während des letzten Corona-Shutdown im März und April einen Anstieg häuslicher Gewalt an Kindern und Jugendlichen gab.

„Der Kinderschutzbund Trier macht sich große Sorgen“, sagt Corinna Engelmann, Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes Trier. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zeigten derzeit vollen Einsatz.

Seit der Öffnung von Schulen und Kitas habe die Anzahl der Anrufe verstärkt zugenommen. Lehrer und Lehrerinnen sowie Sozial­arbeiter und Sozialarbeiterinnen aus Einrichtungen in der Stadt Trier und im Kreis Trier-Saarburg kontaktierten die Mitarbeiter und bitten um Hilfe. Ihr Anliegen sei meist die Vermutung einer Kindeswohlgefährdung, berichtet Engelmann.

Aus diesem Anlass bietet der Kinderschutzbund Trier den Kindern und Mitarbeitern an Schulen und Kitas ein neues Präventionsangebot an.

Mehr als 45 Schulen oder Kindertagesstätten wurden in den vergangenen Wochen von den Fachkräften des Kinderschutzbundes angeschrieben, um möglichst flächendeckend Fachpersonal, Kinder und Jugendliche sowie deren Bezugspersonen persönlich über die Hilfsangebote zu informieren und ihnen aufzuzeigen, wie sie die Mitarbeiter des Kinderschutzbundes im Bedarfsfall erreichen können, informiert Corinna Engelmann.

„Dieses Projekt, geleitet von drei hauptamtlichen Pädagoginnen und einer Psychologin, erfuhr große Resonanz.“ Viele Schulklassen wurden von den Beraterinnen bereits besucht, weitere Anfragen bestehen.

Zwei Mitarbeiterinnen des Kinderschutzbundes Trier besuchen unterschiedliche Klassen und stellen klassenintern in Anwesenheit der Klasselehrer und eventuell der Schulsozialarbeiter die Angebote des Kinderschutzbundes vor.

Dabei wird jedem Kind oder Jugendlichem eine Karte ausgehändigt, auf der sämtliche Kontaktdaten des Kinderschutzbundes in Trier aufgelistet sind.

Ziel ist es dabei, sagt Engelmann, bei den Kindern und Jugendlichen das Bewusstsein zu schaffen, dass sie ein Recht darauf haben, sich in schwierigen oder bedrohlichen Situationen Unterstützung und Hilfe zu suchen, sei es beim Kinderschutzbund Trier oder einem Erwachsenen, dem sie vertrauen und der sich dann als weiterer Schritt an den Kinderschutzbund wenden kann.

Zudem soll den Kindern und Jugendlichen durch die Mitarbeiter des Kinderschutzbundes vermittelt werden, dass ihnen geglaubt und dass ihre Sorgen und Nöte ernst genommen werden. Und man im Anschluss nach individuell passenden Lösungsansätzen von Seiten des Kinderschutzbundes sucht.

Kontaktdaten des Kinderschutzbundes Orts- und Kreisverband Trier e.V., Thebäerstraße 46, 54292 Trier, Telefonnummer 0651/999366-200.

Kinderjugendtelefon: 0800/1110333. Spendenkonto: Sparkasse Trier IBAN DE17 5855 0130 0000 1322 82, BIC TRISDE55