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Kindertagesstätte wird Großbaustelle

Kindertagesstätte wird Großbaustelle

Um dem Bedarf von Familien und den zukünftigen Rechtsansprüchen gerecht zu werden, wird die Feller Kindertagesstätte (Kita) sich im kommenden Jahr verändern: Eine fünfte Gruppe für Krippenkinder wird gebaut, und zwölf weitere Zweijährige sollen nach den umfangreichen Baumaßnahmen aufgenommen werden können. Die Gesamtkosten liegen bei rund 900 000 Euro.

Fell. Vor Fell liegt eine rosige Zukunft, was die Kinderzahlen in den kommenden Jahren betrifft: "Eine Hochrechnung hat ergeben, dass mit 20 Geburten pro Jahr gerechnet werden kann", sagt Rony Sebastiani, Ortsbürgermeister der rund 2500 Einwohner zählenden Gemeinde. Diese Prognose ergebe sich in erster Linie aufgrund der jüngst geschaffenen Neubaugebiete.

Mehr Kinder, mehr Personal



Die Bedürfnisse von Familien und die Rechtsansprüche für Zweijährige auf einen Kindergartenplatz ab August 2010 sowie auf einen Kindergartenplatz für unter Dreijährige ab 2013 fordern die Gemeinde Fell heraus. "Im kommenden Jahr wird um- und angebaut", kündigt der Orts-Chef an. Derzeit besuchen 69 Kinder die viergruppige Kita Fell. Sechs Zweijährige werden dort bereits betreut. Was wird sich verändern?

Einer der Gruppenräume wird zum Bewegungsraum umgestaltet, und zwei neue Gruppenräume werden angebaut. "Es wird eine Krippengruppe mit zehn Plätzen für unter Dreijährige geschaffen", erläutert Monika Kiwitt. Sie ist Gesamtleiterin für den Raum Schweich des Betriebsträgers, der Kita-gGmbH. Weiter werde es nach der Baumaßnahme drei sogenannte geöffnete Gruppen mit insgesamt 75 Plätzen geben, davon 18 Plätze für unter Zweijährige. Der Personalschlüssel werde entsprechend den gesetzlichen Vorgaben aufgestockt.

Eine neue Küche, in der selbst gekocht wird, ein neuer Sanitäts- und Wickelbereich, ein Schlaf- und Funktionsraum sowie ein neuer Personalbereich werden gebaut, zählt Kita-Leiterin Elisabeth Barth weitere geplante Baumaßnahmen auf. Das Großprojekt wird rund 900 000 Euro kosten. Bauherr ist die Kirchengemeinde. Den größten Teil wird die Gemeinde Fell finanzieren: "Etwa 400 000 Euro müssen durch eine Kreditaufnahme geschultert werden", sagt Sebastiani.

Der Gemeinderat hat den Grundsatzbeschluss auszubauen in seiner jüngsten Sitzung gefasst. Kalkuliert wird mit weiteren Zuschüssen aus unterschiedlichen Töpfen: Ein Bundeszuschuss von 48 000 Euro für die neuen Plätze für Zweijährige und 95 000 Euro für die Krippengruppe würden voraussichtlich fließen, sagt Hermann Gorges, stellvertretender Vorsitzender des Feller Pfarrverwaltungsrates. Der Kreis werde wohl mit 40 Prozent, maximal mit 100 000 Euro, die Krippengruppe mitfinanzieren. "Und das Bistum hat einen Zuschuss in Aussicht gestellt", sagt Gorges.

Aus dem Konjunkturpaket II des Bundes werden energetische Maßnahmen von rund 140 000 Euro finanziert. "Weil die Gemeinde den größten Anteil trägt, haben wir einen Bauausschuss aus jeweils drei Vertretern der Kirchengemeinde und der Gemeinde gebildet", sagt Gorges. "Wer zahlt, muss auch mitreden."