Kinosaal wird zum Unterrichtsort

Kino ist nicht nur zur Berieselung in der Freizeit geeignet. Kino ist Kultur. Das beweist das französische Jugendfilmfestival "Cinéfête", dessen Ausgangspunkt für die achte Tournee durch Deutschland in Trier liegt.

Trier. (cofi) Zielgruppe der Veranstaltungen sind Schüler von den Jüngsten bis zu Abiturjahrgängen.Cineastische Werke im Original mit Untertiteln sollen deutschen Schülern den Zugang zu Sprache und Kultur des Nachbarlandes erleichtern, erklärt Bettina Henzler. Filmische Reise startet in Trier

Die Arbeitsgemeinschaft (AG) "Kino-Gilde" ist der Dachverband der Programmkinos in Deutschland, der das Jugendfilmfestival mit der Französischen Botschaft und dem Institut Français in Deutschland organisiert. Es steht unter der Schirmherrschaft der 16 Bildungsminister der Bundesländer. Die gezeigten Filme, die nach der ersten Station im Broadway-Kino Trier bis zum Juli 2008 durch 99 Städte und 116 Kinos auf Reisen gehen, stehen ebenfalls unter dem programmatischen Motto "Reise"."Kino ist gleichzeitig Lernort und Lebensort", sagt Jacques Bouché, Attaché de coopération in Mainz. Das Konzept sieht vor, dass sich Lehrer in Seminaren auf die Kinofilme vorbereiten, pädagogisches Begleitmaterial erhalten und sich damit auseinandersetzen, wie sie mit dem Medium Film als Kulturgut in der Schule umgehen können. Außerdem werden Interviews mit Schauspielern oder Regisseuren ermöglicht. "Die Schüler sollen nicht nur ins Kino gehen, um einen Film zu sehen", betont Bouché. Der Spracherwerb und Wortschatzkenntnisse sollen gefördert, Filminhalte diskutiert und die Vielfalt des Genres gezeigt werden. Ihren Zeichentrickfilm "Kirikou et les bêtes sauvages" stellte die Regisseurin Bénédicte Galup zum Festival-Auftakt persönlich vor und leitete am Hindenburg-Gymnasium einen Workshop. .

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