KIRCHE

Zum Bericht "Pfarrer bekommt neue Aufgabe: Pfarrfest in St. Matthias abgesagt" (TV vom 7. September):

Ich hatte einen Albtraum: In St. Matthias Trier ist Pfarrfest, und keiner geht hin. Leider hat sich dieser Albtraum in anderer Form bewahrheitet: Das Pfarrfest wurde abgesagt, weil eine Pfarrgemeinde beziehungsweise ein Verwaltungsrat sauer ist, dass ein Pfarrer mit anderen Aufgaben betraut werden soll. Ist das ein Argument, eines der beliebtesten Feste in Trier und Umgebung abzusagen? Ich denke: nein! Abgesehen von den finanziellen Einbußen ist mit dieser Entscheidung ein Imageschaden entstanden, der nicht so leicht wieder gut zu machen ist. Dazu kommt noch, dass viele Ehrenamtliche wahrscheinlich vor den Kopf gestoßen worden sind. Kleider sortieren, Bücher sortieren, Kinderspiele gestalten: Alle Mühe war umsonst! Was passiert mit den Lebensmitteln, die bereits bestellt beziehungsweise hergestellt wurden? Viele Menschen, die sich sonst nicht trauen, zu caritativen Einrichtungen zu gehen, kommen nach St. Matthias, um günstig Kleider, Bücher und so weiter einkaufen zu können. Weiß die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Beate Schädler eigentlich, wie sehr Freude und Leid zusammenhängen? Das eine schließt das andere nicht aus, kann ich leider aus eigener Erfahrung sagen. Gerade jetzt, wo unsere Kirche Probleme hat, wäre es wichtig, solch ein Fest zu feiern. Ich bin in St. Matthias groß geworden und weiß genau, was passiert. Frau Schädler sollte zurücktreten. Damit würde sie sich und der Allgemeinheit einen großen Gefallen tun. Astrid Weber, Konz

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