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Kirchenchor bleibt im Training für die Zeit nach Corona

Vereine : Kirchenchor bleibt im Training für die Zeit nach Corona

Sänger und Sängerinnen aus Trier-Ehrang passen sich den Umständen an und sammeln Ideen, die auch andere Vereine inspirieren können.

Nicht nur Unternehmen und große Verbände stehen vor Herausforderungen in Zeiten der Corona-Epidemie. Auch kleinere Akteure wie der Kirchenchor St. Peter Ehrang müssen sich etwas einfallen lassen.

Die Vorbereitungen des Osterhochamtes in Trier-Ehrang mit Mozarts Spatzenmesse und anderen großen Werken waren  in vollem Gang, als am 13. März die Mitteilung eintraf: Aufgrund der Corona-Pandemie sind keine Gottesdienste und keine Chorproben mehr erlaubt. Eine abrupte Unterbrechung für den Kirchenchor St. Peter, ebenso wie für die Gastsängerinnen und -sänger.

Aber die Chorleute nutzten die Unterbrechung mit den Beschränkungen auch als Gelegenheit, sich Neues einfallen zu lassen. Chorleiter Axel Simon sandte den Sängerinnen und Sängern per E-Mail Youtube-Links zu den Liedern, die für Karfreitag, Ostern und auch für Pfingsten geplant waren. So konnte und kann jeder für sich seine Stimme mit Begleitung und teilweise auch mit Notenvorlage weiter üben – und an die andern denken.

Darüber hinaus wurde der Mailverteiler „Caecilia Group“ eingerichtet, über den zunächst Erinnerungen und alte Fotos von früheren Auftritten und Chorausflügen ausgetauscht werden.

An Ostern fand sich, wenn schon kein gemeinsames Singen im Gottesdienst möglich war, dennoch ein kleiner Trost für Sänger: ein Osterkörbchen vor der Tür.

Betreut werden die Aktivitäten durch den Ende Februar neu gewählten Vorstand: Inge Scherrer (erste Vorsitzende), Rita Herrig (zweite Vorsitzende), Waltraud Berg (Kassenführerin), Gertrud Casel (Schriftführerin), Almut Breit (Notenwart), Christine Heinz und Eva Schmitz (Beisitzerinnen). Weiter gehören dem Vorstand wie bisher Chorleiter Axel Simon und als Präses Pfarrer Bernhard Zöllner an.

Nach Ostern kam dann die Hiobsbotschaft: Chorproben müssen bis zum 31. August unterbleiben, so stand es in einer Dienstanweisung des Trierer Generalvikars. Statt eines Lamentos schlug  Chorleiter Simon eine Initiative zur Überbrückung dieser langen Zeit vor: Teilen, was einem  wertvoll ist. Etwas, was man besonders gerne mag, oder eine positive Erfahrung im Leben. Das können zum Beispiel Lieder, Texte, Fotos oder Bücher sein und die eigenen Gedanken dazu.

Es werden Ideen gesammelt für die Zeit, wenn es endlich wieder losgehen kann mit den Proben. Aufs Wiedersehen freuen sich schon jetzt alle und natürlich auf das gemeinsame Singen im Chor, denn das Digitale empfinden viele als eine schöne Ergänzung, aber als nichts im Vergleich zum Singen in richtiger Gemeinschaft.

Bis dahin bringen maximal zwei Abgesandte des Chores den Chormitgliedern mit rundem Geburtstag ein Ständchen – alles schön auf Abstand.

Der Turm der Kirche St. Peter in Trier-Ehrang. Foto: Roland Morgen

Kontakt für weitere Informationen: Axel Simon, E-Mail k-musik@st.peter-ehrang.de, Telefon 06502/9315228.