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Kita-Streik: Stadt Trier hat noch keinen Notfallplan

Kita-Streik: Stadt Trier hat noch keinen Notfallplan

Laut Auskunft des städtischen Presseamtes ist noch nicht genau absehbar, in welchem Umfang die vier kommunalen Kitas ab dem morgigen Dienstag bestreikt werden und ob in den Einrichtungen eine Betreuung für Härtefälle eingerichtet wird. Triers Pressesprecher Ralf Frühauf erklärte am späten Montagnachmittag auf Nachfrage des TV, dass die Lage weiterhin größtenteils ungeklärt sei.

Die Gewerkschaft Verdi hat Erzieherinnen im öffentlichen Dienst in Trier ab Dienstag zum Streik aufgerufen. Bestreikt werden sollen die drei städtischen Kitas in Alt-Tarforst, auf dem Trimmelter Hof, in Feyen und der der deutsch-französische Kindergarten auf dem Petrisberg. Ob die Einrichtungen ab morgen komplett geschlossen sind oder ob an einem oder mehreren Standorten Notgruppen für Kinder, deren Eltern keine andere Betreuungsmöglichkeit haben, eingerichtet werden, sei noch unklar, erklärte Frühauf. Die Eltern sollen nach Auskunft des Jugendamtes allerdings vorab informiert werden, spätestens durch Aushänge an den Türen der Einrichtung am Dienstagmorgen.

Insgesamt müssen sich ab morgen in Trier die Eltern von rund 347 Kindern darauf einstellen, für einen unbestimmten Zeitraum die Betreuung selbst zu regeln . In der Kita Alt-Tarforst gib es 107 Betreuungsplätze, in der Kita Trimmelter Hof 125 Plätze, in der Kita Feyen 40 Plätze und im deutsch-französischen Kindergarten auf dem Petrisberg werden normalerweise 75 Kinder betreut. Insgesamt arbeiten in den vier Einrichtungen rund 70 Angestellte im öffentlichen Dienst.

Ob und wie viele Erzieherinnen tatsächlich am Dienstag und auf unbestimmte Zeit in den Streik treten, habe die Gewerkschaft Verdi laut städtischem Presseamt im Vorfeld nicht bekannt gegeben. "Es kann sein, dass alle streiken, es kann aber auch sein, dass einige Erzieherinnen arbeiten kommen", hatte Werner Theis, Leiter der Abteilung Kindertagesbetreuung im Trierer Jugendamt, am Freitag gesagt. Gerechnet werden müsse mit erheblichen Einschränkungen bis hin zu kompletten Schließungen der Kitas.