Kita Trimmelter Hof: Familien werden befragt

Kita Trimmelter Hof: Familien werden befragt

Das Gesundheitsamt Trier will den Krankheitssymptomen von Kindern und Erzieherinnen aus der Kindertagesstätte (Kita) Trimmelter Hof auf den Grund gehen. Weil die meisten Werte aus der Raumluftmessung unauffällig waren, soll eine Umfrage neue Erkenntnisse bringen.

(cus) Worauf sind die rätselhaften Reizungen von Augen, Haut und Atemwegen bei einigen Erzieherinnen und Kindern in der Trierer Kita Trimmelter Hof zurückzuführen? Bei der Suche nach Antworten setzten Jugendamt und Gesundheitsamt zuletzt auf die Hilfe des Umweltlandesamts. Doch auch dessen Messung flüchtiger organischer Verbindungen in der Raumluft ab 12. Januar brachte kaum Licht ins Dunkel. "Die gemessenen Werte liegen alle weit unter den Richtwerten", teilte Stadt-Pressesprecher Ralf Frühauf am Mittwoch auf TV-Anfrage mit.

Elternabend am 1. März mit neuer Dezernentin



"Es bleibt festzuhalten, dass die gemessenen Schadstoffkonzentrationen wahrscheinlich nicht ursächlich für die Befindlichkeitsstörungen oder gesundheitlichen Probleme sind", heißt es in dem Gutachten.

Als problematisch schätzen die Experten allenfalls die geringe relative Luftfeuchte in der Kita ein (17 bis 21 Prozent). Für ein gesundes Raumklima sollte die relative Luftfeuchtigkeit bei 40 bis 60 Prozent liegen. Bei starker Abweichung drohen trockene Haut, Nasenschleimhäute und Augen, außerdem Müdigkeit und Kopfschmerzen.

Auf Empfehlung der Gutachter schafft die Stadt deshalb Luftbefeuchtungsgeräte an. Darüber hinaus kontrolliert das Institut für Angewandte Umweltforschung den Bodenstaub eines Gruppenraums auf schwer flüchtige Verbindungen. Dazu gehören zum Beispiel bestimmte Stoffe, die in Lösungsmitteln vorkommen. Mit einem Ergebnis dieser Untersuchung rechnet die Verwaltung in der zweiten März-Woche.

Im jüngsten Elternbrief lädt die Verwaltung die Eltern zu einem internen Informationsabend am Montag, 1. März, um 20 Uhr in der Kita ein.

Wie bereits vor Monaten in Erwägung gezogen, sollen im weiteren Verlauf alle Eltern nach gesundheitlichen Beschwerden ihrer Kinder gefragt werden. Auch bekannte Allergien oder chronische Krankheiten sollen dabei benannt werden.

Die Teilnahme an dieser Umfrage durch das Gesundheitsamt ist freiwillig. Basis ist ein Fragebogen, den die Eltern zunächst selbst ausfüllen und später mit Ärzten des Gesundheitsamts besprechen können.

An dem Elternabend nehmen auch die neue Sozialdezernentin Angelika Birk und Harald Michels, Leiter des Gesundheitsamts, teil. Im Anschluss an die Versammlung wollen sich die Verantwortlichen auch öffentlich zum weiteren Vorgehen äußern.