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Kite-Expedition Grönland - Spezialtraining mit elektrischen Impulsen

Extremsport : Spezialtraining mit elektrischen Impulsen

Nach der Kite-Expedition in Grönland plant Patrick Peters jetzt eine Durchquerung der Antarktis mit Snow-Kites. Diese Route quer durch die Eiswüste hat eine Länge von rund 3600 Kilometern. Hierzu werden 60 bis 80 Tage berechnet.

Winde mit Geschwindigkeiten bis 60 Knoten (1 Knoten entspricht 1,852 Kilometer Pro Stunde) und Temperaturen bis minus 40 Grad Celcius (windstill bis minus 60 Grad Celcius) können auftreten.

Zur Zeit sucht der Extremsportler intensiv nach Sponsoren für dieses Riesenunternehmen. Die Ausrüstung und die Techniken werden auf den aktuellen Stand gebracht.

Um die enormen Strapazen einer 60- bis 80-tägigen Expedition unbeschadet und mit wenig Ermüdungserscheinungen bestehen zu können, ist eine entsprechende physische Vorbereitung unabdingbar. „Zusammen mit dem Trierer Personaltrainer Gunnar Schäfer haben wir ein entsprechendes, fast tägliches Trainingsprogramm entwickelt und nutzen dabei die neuesten sportwissenschaftlichen Methoden“, sagt Peters. Gunnar Schäfer ist auf EMS-Training (Training durch elektrische Impulse) spezialisiert. Hierbei wird die Muskulatur zusätzlich durch elektrische Impulse stimuliert, ein Verfahren, das nicht nur hoch effektiv und gelenkschonend, sondern auch sehr zeitsparend ist. Eine Trainingseinheit dauert gerade mal 20 Minuten und ersetzt ein herkömmliches Vier-Stunden-Workout.

Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Training der Rumpfmuskulatur (Core) sowie dem kitespezifischen Training der Beinmuskulatur. Die Kraftkomponente des Trainings wird heutzutage viel höher bewertet als noch vor einigen Jahren.

Als alpiner Skilehrer und aktiver Kitesurfer legt Gunnar Schäfer dabei auch immer sehr großen Wert auf ein technikspezifisches Training. Peters: „Schon für die Grönlandexpedition haben wir auf einem speziell von ihm entwickelten Kite-Simulator mit EM-Impulsen auf Ski trainiert, um die langen Kite-Etappen zu simulieren.“