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Klärschlamm Verbrennungsanlage

Umwelt : Weg für Klärschlammverbrennung geebnet

Der Verbandsgemeinderat Schweich will bei der Standortfrage mitreden.

Inwieweit haben die Kommunen noch Einwirkungsmöglichkeiten, falls die geplante Verbrennungsanlage für Klärschlamm in der Region gebaut werden sollte? Darüber wurde in der Sitzung des Verbandsgemeinderats Schweich diskutiert.

Wie berichtet, sollen bis Ende des Jahres alle Werke und Abwasserzweckverbände einer Gesellschaft öffentlichen Rechts (AÖR) beitreten. Einer Gründung der KRT-AÖR (Kommunale Klärschlammverwertung) stimmte der VG-Rat einstimmig zu. CDU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Sauer bezeichnete eine kommunale Verbrennungsanlage angesichts der Probleme, Klärschlamm auf Feldern auszubringen, als vernünftigen Weg. Allerdings befürchtet er, dass Kommunen bei  Fragen wie Bau und Standortsuche überstimmt werden könnten.

Johannes Lehnert von den Freien Wählern findet die Bündelung kommunaler Interessen gut. Doch auch er hält eine Überprüfung möglicher  „rechtlicher Fallstricke” für sinnvoll. Für SPD-Ratsmitglied Achim Schmitt ist das Risiko der an einer Verbrennungsanlage beteiligten Kommunen überschaubar. Für Werkleiter Harald Guggenmos ist es das kleinere Übel, wenn durch die AÖR „etwas an Verantwortung abgegeben wird”. Die Zeit dränge. Es gebe schon Bauern, die keinen Klärschlamm mehr annehmen.

Bis die Anlage in der Region Trier in Betrieb ist (als Standorte sind Mertesdorf, Trier und Wittlich im Gespräch), soll ein Teil des Klärschlamms nach Mainz-Mombach gefahren werden. Dort soll eine Verbrennungsanlage für Klärschlamm ihren Betrieb aufnehmen.

Bürgermeisterin Christiane Horsch sagte, die Gebührenzahler sollten so weit wie möglich entlastet werden. Bisher kostet die Entsorgung des Klärschlamms aus der VG Schweich jedes Jahr bis zu 300 000 Euro. Nach Berechnungen der Werke, erhöhen sich die Kosten auf bis zu 462 000 Euro jährlich.