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Klais-Orgel kann renoviert werden

Klais-Orgel kann renoviert werden

Das glückliche Ende eines jahrelangen Projektes scheint zum Greifen nahe: Das Geld für die Sanierung der schuleigenen Klais-Orgel im Max-Planck-Gymnasium ist weitgehend zusammen. Kultur- und Bildungsministerin Doris Ahnen stockte mit einer Finanzspritze von 25 000 Euro kräftig auf. Im Dezember rechnen die Förderer mit einer ersten Konzertreihe.

Trier. Es gibt in Deutschland nur wenige Schulen, die eine Orgel ihr Egen nennen können. Eine ist das Max-Planck-Gymnasium (MPG) in Tier, in dessen Prunkaula eine Klais-Orgel steht - und zwar schon seit fast 100 Jahren. Denn das damalige Kaiser-Wilhelm-Gymnasium war bei dem Bau mit einer Aula-Orgel ausgestattet worden. Eine romantisch gestimmte Qualitätsorgel, die das letzte Mal vor Jahrzehnten erklang und zuletzt völlig verfallen war.

Dank der Initiative des Lehrers Michael Tenschert weckte der "Verein zur Wiederbelebung der historischen Aulaorgel" das Gerät aus dem Dornröschenschlaf und mobilisierte Helfer. Derzeit wird das Instrument restauriert und soll ab Dezember eine Konzertreihe eröffnen. Dafür legten auch Schüler des MPG Hand an. Sie bauten das schwere Material ab, katalogisierten und vermaßen die geborgenen Teile. Darunter eine kleine Orgelpfeife, die Daniel Stolz per Zufall unter einer Bühne entdeckt habe, berichten seine Mitschüler Peter Wenzlawowicz und Philipp Mohr. Wie sie sind weitere Schüler und Schülerinnen in das Projekt miteingebunden, sprechen stolz von einer "Riesenarbeit" und sehen der wiederhergestellten Orgel mit Spannung entgegen.

Dass das ruinierte Gerät tatsächlich ab Dezember die hiesige Orgellandschaft bereichern wird, ist nicht nur Spenden oder vielen Aktionen wie beispielsweise einer Lehrerinitiative mit Glaspfandsammeln zu verdanken.

Pfeifenpartnerschaft soll 10 000 Euro einbringen



Am Freitag kam Kulturministerin Doris Ahnen mit einem Bewilligungsbescheid in Höhe von 25 000 Euro ins MPG und lobte ausdrücklich den atmosphärischen Raum und die Orgel-Aktion. Die Verwirklichung des ehrgeizigen Projektes mit Kosten von 130 000 Euro ist damit fast erreicht. Es fehlten noch rund 10 000 Euro, die beispielsweise durch Pfeifenadoptionen zusammenkommen könnten, hofft Tenschert. Da es insgesamt 506 Pfeifen mit variabler Spendenhöhe gibt, bleibt also genügend Spielraum für engagierte MPG-Fans und Ehemalige.

Am 25. September gibt es eine Orgelfahrt nach Bonn zur Klais Orgelbau-Werkstatt. Dort kann das Instrument besichtigt werden.

Anmeldungen im MPG-Sekretariat. Spendenkonto: 436402, Sparkasse Trier, BLZ 58550130.