Klangfülle mit Qualität

TRIER. (red) Zehn Kirchenchöre des Dekanates Trier gestalteten unter dem Leitwort "Mit dir, Maria, singen wir" ein festliches Abendlob anlässlich des 175-jährigen Jubiläums des Eurener Kirchenchores in der Pfarrkirche St. Helena.

"Macht Gott groß in euren Herzen!" Mit diesem Appell an die Besucher griff Weihbischof Stephan Ackermann das Motto des diesjährigen Dekanatssingens in seiner Ansprache auf. Wie die Gottesmutter Maria in ihrem Lobgesang, dem Magnificat, Gott hochgepriesen habe, sollten es auch heute die Christen tun. In der Ausrichtung auf Gott finde der Mensch zu seiner wahren Bestimmung, so die Worte des Weihbischofs in der voll besetzten Pfarrkirche. Die mehr als 200 Sängerinnen und Sänger der Kirchenchöre hatten sich nach Vorbereitung in den Einzelchören im Vorfeld zu gemeinsamen Proben getroffen. Im Gottesdienst konnten sich die Zuhörer dann davon überzeugen, dass aus den vielen Chören unter der musikalischen Gesamtleitung von Dekanatskantor Burkhard Pütz ein homogener Klangkörper geworden war. Das abwechslungsreiche Programm bot zunächst mit der Kirchensonate D-Dur von Mozart, gespielt von einem eigens für diesen Anlass zusammengestellten Orchester, sowie in der Folge mit solistischen Beiträgen des Organisten Alfred Müller-Kranich hochwertige Instrumentalmusik. Eva Maria Leonardy (Sopran) zeigte sich als ausgezeichnete Gesangssolistin, die unter anderem Michael Haydns "Ave Regina caelorum" mit souveräner Höhe und klarer Brillanz interpretierte. Besonders überzeugte die gelungene Mischung aus Stücken zum Zuhören und Mitsingen. Psalmvertonungen aus dem 16. Jahrhundert wurden ebenso wie neue geistliche Lieder von den Kirchenchören stilsicher dargestellt und von der Gemeinde mitgesungen. Auch der Gregorianische Choral fehlte nicht. "Ave maris stella", einen Hymnus aus dem 9. Jahrhundert, trug die Schola der Chorleiter im Wechsel mit Orgel und Solistin vor. Ausdrucksstark erklang Mozarts Motette "Alma Dei creatoris", dirigiert von Achim Müller. Einer der musikalischen Highlights und zugleich liturgischer Höhepunkt des Abendlobs war das sechsstimmige Magnificat von Andreas Hammerschmidt, eingerichtet für Chor, Orchester, Orgel, Solo- und Gemeindegesang. Entsprechend der Thematik des Gottesdienstes ließen die Ausführenden unter Leitung von Dekanatskantor Pütz diesen Lobgesang Mariens machtvoll und feierlich erschallen. Am Ende des Gottesdienstes dankte der Weihbischof nicht nur für das eindrucksvolle Bild, das die Sängerinnen und Sänger boten, sondern vor allem für die Schönheit des Gesangs und die mitreißende Klangpracht. Definitor Georg Goeres hob die seit Jahren regelmäßig stattfindenden Dekanatssingen als zukunftsweisenden Schritt in die richtige Richtung hervor. Sie zeigten in beeindruckender Weise, wie die Kräfte zum gemeinsamen Tun erfolgreich zu bündeln sind.