Klassisch-romantisch

TRIER. (red) Werke von Beethoven und Schubert bringt das Orchester des Hindenburg-Gymnasiums in Trier zu Gehör.

Das Orchester lädt für Freitag, 12. Mai, zu einem Sinfoniekonzert in die Aula der Schule ein. Ab 20 Uhr erklingen unter dem Motto "klassisch-romantisch" bedeutende Orchesterwerke dieser beiden für die Orchesterliteratur zentralen Epochen. Beethovens Romanze für Violine und Orchester in G-Dur entstammt zwar der Zeit der Wiener Klassik, weist aber kompositorisch wie stimmungsmäßig bereits in vielfacher Hinsicht in die Zeit der Romantik hinein. Umgekehrt lehnt sich die B-Dur- Sinfonie des "Romantikers" Schubert stark an klassische Vorbilder an, entspricht also dem Typus der "klassischen" Sinfonie weit mehr als etwa die späten Sinfonien Beethovens. Gleichzeitig wird der heiter-frühlingshafte Grundcharakter der Sinfonie aber immer wieder in der für Schubert typischen Form durchbrochen, eingetrübt und infrage gestellt. "Klassisch-romantisch" im Sinne von "typisch romantisch" präsentiert sich Max Bruchs Adagio für Violoncello und Orchester "Kol Nidrei": Musikalisch bezugnehmend auf einen altjüdischen Gesang zum Fest Yom Kippur spielt Bruch mit den Farben des kompletten Sinfonieorchesters und nutzt das Potenzial voll aus. Die beiden Solisten des Konzertabends, Markus Stolz (Violine) und Clara Dewes (Violoncello) sind Schüler der 10. Klasse des Hindenburg-Gymnasiums und seit dem 5. Schuljahr Mitglied im Orchester. Beide sind darüber hinaus mit dem Landesjugendorchester Rheinland-Pfalz, mit anderen regionalen und überregionalen Ensembles und auch solistisch bereits mehrfach öffentlich aufgetreten. Die Leitung des Konzerts hat Musiklehrer Dr. Andreas Wagner. Der Eintritt zum Konzert ist frei.