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Klaus Barbie „Trier im Nationalsozialismus“

Geschichte : Hinweise zu Klaus Barbie und Stadtführung zur NS-Zeit

Nach dem Bericht „Erst Gestapo-Chef, dann Geheimagent“ über den Kriegsverbrecher Klaus Barbie in unserer Serie „20 Köpfe aus 2000 Jahren“ (TV vom 31. Mai) meldet sich der darin erwähnte Thomas Zuche zu Wort.

Es sei unpassend, ihn als Biografen Barbies zu bezeichnen: „Der Hinweis auf den von mir 1996 herausgegebenen ,StattFührer – Trier im Nationalsozialismus’ (3. Auflage 2005), in dem  Klaus Barbie auf knapp drei Seiten porträtiert wird, hat mich gefreut. Aber zum ,Biografen Barbies’ wurde ich dadurch bestimmt nicht.“

Wer weitere Details über Klaus Barbies Zeit in Trier erfahren möchte, dem empfiehlt Thomas Zuche den Aufsatz von Thomas Schnitzler: „Klaus Barbie in Trier – auf den Spuren einer NS-Kriegsverbrecherkarriere“. Der Beitrag ist 2005 im Neuen Trierischen Jahrbuch, Nr. 45, auf den Seiten 101 bis 126 erschienen.

Der im Artikel zitierte Peter Hammerschmidt habe 2014 den Band „Deckname Adler. Klaus Barbie und die westlichen Geheimdienste“ veröffentlicht, in dem er auf die Arbeit von Thomas Schnitzler verweise. Zuche: „In einem Vortrag in Trier hat Hammerschmidt 2013 bestätigt, dass Barbie seinen Tarnnamen ,Altmann’ tatsächlich vom damaligen Trierer Oberrabbiner Dr. Adolf Altmann hergeleitet hatte. Das habe Barbies Fahrer in Bolivien bestätigt.“

Klaus Barbie ist heute in Trier Gegenstand der historisch-politischen  Stadtführungen, die der Arbeitskreis „Trier im Nationalsozialismus“ der AG Frieden anbietet. Interessierte können sich per Mail an die AGF wenden: buero@agf-trier.de