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Kleiner Bär und großer Bruder

Kleiner Bär und großer Bruder

Sie schauen die Besucher des Spielzeugmuseums derzeit direkt am Eingang mit großen Augen an: Mini-Plüschbären von winzig bis handgroß aus der Sammlung der Triererin Johanna Warscheid. Von klein auf ist diese von den freundlichen Bären fasziniert.

Trier. Bären strahlen etwas Gemütliches aus. Vor allem, wenn sie nicht echt sind. Johanna Warscheids Miniatur-Plüschbären gucken treuherzig, manche lächeln auch. Sie präsentieren sich flauschig und in vielen Farbtönen, einige sind aufwendig gekleidet. Sie sitzen auf Schaukelstühlen, -pferden oder im Leiterwagen, musizieren oder stehen im Tante-Emma-Laden. Ein kleiner Bär hat es sich in einer Wiege bequem gemacht. Manche haben ihren "großen Bruder" mitgebracht. Eines haben die Teddybären, die das Spielzeugmuseum in seiner aktuellen Sonderausstellung zeigt, gemeinsam: Sie sind keine Kunstfaser-Massenware aus Fernost, sondern handgearbeitete Sammlerstücke aus Materialien wie Mohair, Schaf- oder Lamawolle, gestopft mit Holzwolle. Die meisten stammen von der Firma Martin aus dem thüringischen Sonneberg, es sind aber auch Bären von Steiff oder Hermann dabei.Menschen ganz nah

"Die Martin-Bären sind unwahrscheinlich ausdrucksstark - jeder sieht anders aus", sagt die Trierer Sammlerin Johanna Warscheid. Es ist bereits ihre dritte Sonderausstellung im Spielzeugmuseum, nach Kunsthandwerk aus dem Erzgebirge und antiken Puppen. "Ich freue mich täglich an meiner Sammlung", sagt die 63-Jährige, die seit mehr als zwei Jahrzehnten an den Rollstuhl gefesselt ist und gerade eine schwere Krankheit überstanden hat. An dieser Freude möchte sie andere Menschen teilhaben lassen: "Touristen, die ins Museum kommen, aber auch Trierer." Ihren ersten Plüschteddy bekam Johanna Warscheid als kleines Mädchen von ihrer Oma aus Sachsen. Hergestellt im Jahr 1951, begleitete er sie viele Jahre lang. Nun sitzt er daheim in einer Vitrine. "Wir hatten damals nicht viel Spielzeug, aber wir haben es viel bespielt und gut darauf geachtet", erinnert sie sich. "Da hing richtig das Herz dran." Heute besitzt sie rund 100 Mini-Plüschbären - und einige große. Im Internet forscht sie nach interessanten Objekten und tauscht sich mit anderen Sammlern aus, etwa mit einer Bärendoktorin aus Bayern. "Langweilig wird mir nie", sagt die frühere Verwaltungsangestellte, die seit drei Jahren in Rente ist. Zu Johanna Warscheids Hobbys zählt Handarbeit, unter anderem das Klöppeln. Auch Bären hat sie bereits selbst aus Filz hergestellt - zwei sind in der Sonderausstellung zu bestaunen. Diese wird im Spielzeugmuseum in der Steipe bis Ende April zu sehen sein. Johanna Warscheid hofft: "Vielleicht haben in den Osterferien noch viele Kinder Gelegenheit, die Bären zu sehen." DQInfos zur Ausstellung gibt es im Internet:spielzeugmuseum-trier.deExtra

Na, habt ihr auch einen Teddybären zu Hause? Teddybären sind ein schönes Spielzeug, finde ich. Und das findet auch Johanna Warscheid aus Trier. Die mag Teddybären so sehr, dass sie die sammelt. Sie sammelt vor allem ganz kleine Expemplare. Die sind nur höchsten zwölf Zentimeter groß - ungefähr so groß wie ein Handy. Von diesen Bären hat sie schon über 100 Stück gesammelt. Noch bis Ende April sind ihre kleinen Bären im Spielzeugmuseum in Trier zu sehen - zusammen mit ganz vielen anderen Spielsachen von früher.