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Kleiner Waffenschein: Linke fordert schärfere Kontrollen

Kleiner Waffenschein: Linke fordert schärfere Kontrollen

Die Fraktion der Linken im Trierer Stadtrat fordert eine Verschärfung der Auflagen für den kleinen Waffenschein, der das Tragen von Schreckschusswaffen erlaubt. Die Motivation der Antragsteller, eine Waffe zu tragen, solle gründlich geprüft werden.

Trier. Seit 2013 hat sich die Zahl der Anträge für den kleinen Waffenschein in Trier verzehnfacht (der TV berichtete). Aktuell liegen für 2016 bisher 150 Anträge vor, 2015 waren es insgesamt 29. ."Hier müssen sich sowohl die Verwaltung als auch die Politik die Frage stellen, woher ein derart besorgniserregend rasanter Anstieg kommt", mahnt die Vorsitzende der Linken Trier und Bundestagsabgeordnete Katrin Werner. "Im Zuge der sogenannten Flüchtlingskrise wurden rechte Kräfte nicht müde, ein Klima von Angst und Bedrohung zu schaffen. Der Erfolg ihrer Mühen spiegelt sich wider in der gewachsenen Bereitschaft der Bevölkerung, sich zu bewaffnen", erklärt die Fraktionsvorsitzende der Linken im Stadtrat, Susanne Kohrs. "Daher fordern wir eine deutliche Verschärfung der Antragsauflagen sowie eine gründlichere Kontrolle der Antragsteller und deren Motivation zur Beantragung eines Waffenscheines." Bisher muss ein Antragsteller volljährig, gesund und nicht vorbestraft sein. Weitere Angaben muss er nicht machen. red