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"Klimatastrophe nicht in Sicht"

"Klimatastrophe nicht in Sicht"

TRIER. (red) Verändert der Mensch das Klima? Steuern wir auf eine Katastrophe zu? Professor Dr. Gernot Patzelt aus Innsbruck sagt Nein. Am Beispiel des Gletscherschwunds in den Alpen untermauert der Geologe seine These (Vortrag in der Uni Trier am Donnerstag, 26. Januar, 18.15 Uhr, Hörsaal 13, Campus II Geozentrum/Eintritt frei).

Gletscher reagieren auf klimatische Veränderungen sehr empfindlich. Die Erwärmung von etwa einem Grad in den letzten 150 Jahren hat zu einem Flächenverlust der Alpengletscher von über 50 Prozent geführt. Der Gletscherrückgang hat sich in den letzten 25 Jahren verstärkt. Ist diese Entwicklung vom Menschen verursacht? Patzelt zeigt in seinem Vortrag auf, dass in den letzten 10 000 Jahren die Gletscher in zwei Dritteln dieser Zeit so klein oder kleiner als heute waren, woraus auf wärmere klimatische Verhältnisse geschlossen werden kann. Der menschliche Einfluss auf das Klima hat bisher zu keiner Entwicklung geführt, die es ohne denselben nicht schon mehrfach über lange Zeit andauernd gegeben hätte. Patzelts Fazit: Eine Klimakatastrophe ist nicht in Sicht.