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Knapp der Katastrophe entkommen

Knapp der Katastrophe entkommen

Beinahe-Katastrophe gestern Mittag in Bernkastel-Kues: Ein Reisebus fängt unmittelbar vor dem Burgbergtunnel Feuer und brennt völlig aus. Die 48 Fahrgäste können sich in letzter Sekunde retten. Neun von ihnen werden mit leichten Rauchvergiftungen vorsorglich ins Krankenhaus Bernkastel gebracht. Brandursache war vermutlich ein technischer Defekt.

Bernkastel-Kues. Großeinsatz für die Feuerwehren Bernkastel, Kues und Maring-Noviand gestern kurz nach 14.30 Uhr in Bernkastel-Kues: Auf der B 53, direkt vor dem Burgbergtunnel in Bernkastel, steht ein Reisebus aus Schweich lichterloh in Flammen. Eine tiefschwarze Rauchsäule steigt 20 Meter in die Höhe, das Feuer hat bereits den gesamten Bus ergriffen. Die 48 Insassen - es sind Gäste des Ferienparks Eurostrand in Leiwen, die zu einem Tagesausflug nach Bernkastel-Kues unterwegs sind - sind bereits in Sicherheit gebracht.

Nach Angaben der Polizei Bernkastel bemerkt der Busfahrer auf dem Weg von Andel nach Bernkastel einen Dieselgeruch. Vor der Ampel am Burgbergtunnel kommt es plötzlich zu einer Verpuffung im Motorraum, wenige Sekunden später schlagen Flammen aus dem Heck. Der Busfahrer reagiert sofort. Er steuert den Bus an die Seite und fordert die Insassen auf, sofort den Bus zu verlassen. Die Fahrgäste rennen aus dem Bus. Einige, die gehbehindert und auf einen Rollator angewiesen sind, müssen gestützt werden, damit sie in aller Eile ins Freie kommen. Unmittelbar danach steht bereits der komplette Bus in Flammen.

Neun der Reisenden erleiden eine leichte Rauchvergiftung und werden ins Krankenhaus Bernkastel gebracht. Eine Person muss stationär in der Klinik bleiben. Einige der Reisenden erleiden zudem einen Schock, sie und die anderen Fahrgäste werden später mit einem anderen Bus wieder zurück nach Leiwen gebracht.

Feuerwehr löscht Brand in 20 Minuten



40 Feuerwehrleute der Wehren aus Bernkastel, Kues und Maring-Noviand rücken mit mehreren Fahrzeugen an, ein Rettungswagen und Notarzt sind vor Ort, ebenso die Polizei. Die Feuerwehrmänner sprühen mit großen Rohren Schaum auf den brennenden Bus. Später rückt ein Spezialtrupp mit Atemschutzgeräten in den Innenraum des Reisebusses, um die letzten Flammen zu ersticken. Binnen 20 Minuten sind die Flammen gelöscht, der Bus ist völlig ausgebrannt. Nur noch ein Stahlgerippe bleibt zurück.

Die Polizei sperrt die B 53, der Verkehr wird mehrere Stunden durch den Tunnel und die Altstadt von Bernkastel geleitet. Die Polizei fordert außerdem einen Spezialkran an, um den ausbrannten Bus zu bergen.