Kneipier auf dem Unicampus

Trier-Tarforst · Alexander Tabler ist gebürtiger Russe, gelernter Speditionskaufmann und Mitbetreiber des Studentenbistros am Tarforster Unicampus. Der 25-Jährige liebt sein Leben als Kneipier und hegt Expansionspläne.

Trier-Tarforst. Dass Studenten nicht nur studieren, ist bekannt: Schon Karl Marx verbrachte eine Nacht in einer Trierer Ausnüchterungszelle. Der Umzug der Universität Trier auf den Petrisberg Anfang der 1970er Jahre trübte die Lebenslust der jungen Akademiker nicht. Alexander Tabler hofft, dass das so bleibt. Seit er vor fast zwei Jahren zusammen mit seinem Geschäftspartner Marc Mayer das Studentenbistro StuBi in der Ladenpassage am Campus übernommen hat, sind die trinkfreudigen Nachbarn seine wichtigste Einnahmequelle.

Menschen ganz nah


Tabler zog als Jüngster von drei Brüdern im Alter von drei Jahren aus Russland ins beschauliche Tarforst. Nach dem Fachabitur am Trierer Wirtschaftsgymnasium ließ er sich 2006 zunächst zum Speditionskaufmann ausbilden. Mit dieser Arbeit habe er abgeschlossen, sagt er. Doch zumindest eine Spur hat sie in seinem Leben hinterlassen: Während der Lehre lernte er Marc Mayer kennen. Die beiden freundeten sich an und beschlossen, sich einen Traum zu erfüllen und machten sich selbstständig.
"Wir hatten Glück: Der Vorbesitzer wollte das StuBi gerade loswerden, um sich auf andere Sachen zu konzentrieren. Da haben wir zugeschlagen!", erzählt Alexander Tabler. Das war 2011. Egal, ob tagsüber auf einen Kaffee oder abends auf ein Bier: Auf die Studenten der 200 Meter entfernten Uni sei Verlass, sagt Tabler. Manchmal allerdings freut er sich auch über andere Gäste: "Bei wichtigen Fußballspielen oder in den Semesterferien merkt man, dass auch viele Anwohner vorbeischauen. Normale Trierer halt", sagt Tabler und schmunzelt. Der Hobby-Kraftsportler, der bis zu einer schweren Schulterverletzung im Team der Trie rer Wolverines Football spielte, hat seinen Entschluss, in die Selbstständigkeit zu gehen, nie bereut: "Ich möchte in keinem anderen Gewerbe mehr arbeiten!"
Zusammen mit Mayer möchte er expandieren und hofft, bald in der Innenstadt geeignete Räumlichkeiten zu finden. "Mit der Feierlaune der Studenten", da ist er sich sicher, "lässt sich in Trier immer etwas verdienen!"

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