Königliches im Klostergarten

Die Verabschiedung von Weinkönigin Stefanie I., die Krönung der "Neuen", die Einführung ihrer Prinzessin Mirjam und etliche Festansprachen: Hunderte Gäste verfolgten das voll gepackte Programm anlässlich der Krönung von Triers neuer Weinkönigin, Jennifer I. Von heute bis Montag steigt in Olewig das Trierer Weinfest.

Trier. Festlich, freundlich und fröhlich war die Stimmung bei der Krönung von Jennifer Deschunty zur Trierer Weinkönigin am Mittwochabend. Hunderte Trierer hatten sich feingemacht, saßen an den langen Tischen und Bänken im Olewiger Klostergarten und prosteten sich in der heißen Abendsonne zu. Jedem spendierten die Olewiger Winzer ein Glas Wein. Der Musikverein Tarforst spielte dazu.

Es gab viel zu sehen: Mehr als ein Dutzend Weinmajestäten - unter anderem von Saar, Ruwer und aus Luxemburg - und viel Prominenz aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft. Winzer Peter Terges begrüßte die Festgäste. "Wir feiern zum 60. Mal das Trierer Weinfest - das ist nicht mehr nur Tradition, sondern ein Punkt in den Geschichtsbüchern!" Der Organisation des Weinfestes würden sich die vier Winzer der Winzervereinigung Olewig zusammen mit ihrem neuen Geschäftsführer Franz Kick "mit Stolz und Engagement" stellen. Dem ehemaligen Geschäftsführer Raimund Trierweiler dankte Terges herzlich: "Nach 20 Jahren vertrauensvoller Zusammenarbeit biete ich Ihnen hiermit das Du an. Ich bin der Peter!", rief er ihm von der Bühne zu.

Der Wittlicher Unternehmer Bernd Clemens, der als "Protektor" im vergangenen und in diesem Jahr das Weinfest finanziell unterstützt, wünschte dem Weinfest auch Mut zur Veränderung: "Vielleicht beteiligen sich ja bald alle Trierer Weingüter", blickte er in die Zukunft. Auch Georg Bernarding betonte die Bedeutung des Weinfestes für Winzer, Stadt und Tourismus. Triers Bürgermeister dankte Stefanie I., Weinkönigin von 2007, herzlich: "Mit Mut und Verstand hat sie den Trierer Wein in der ganzen Welt repräsentiert." Und Stefanie I. stiegen prompt die Tränen in die Augen bei ihrem Abschieds-Dank an Unterstützer und Familie. Mit der lockersten Ansprache des Abends glänzte die Gebietsweinprinzessin und Trierer Weinkönigin von 2006, Ursula Bach. Bei allen guten Wünschen für Jennifer I. fand sie auch mahnende Worte: "Trier muss sich die Frage stellen, wie es sein Profil weiter schärfen kann, um in der Weinwelt noch stärker aufzufallen." Moselprinzessin Ursula setzte ihrer Nach-Nachfolgerin dann auch die goldene Krone auf.

Jennifer I. bedankte sich für das in sie gesetzte Vertrauen und appellierte an die Stadt: "Ich würde mich freuen, wenn die Stadt meine Prinzessin Mirjam und mich noch stärker in die Öffentlichkeitsarbeit einbinden würde - denn dazu sind wir ja da!" mok

Programmhöhepunkte und Sonderbusse: Seite 11.