Kollekte für Renovabis

Trier. "Unterstützen Sie die Arbeit von Renovabis mit einer großzügigen Spende, denn niemand soll sich vergessen fühlen." Mit diesem Aufruf hat sich der Trierer Bischof Dr. Reinhard Marx an die Katholiken im Bistum Trier gewandt.

Die Kollekte für Renovabis, die Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa, wird am Pfingstsonntag, 4. Juni gehalten. Die Renovabis-Pfingstaktion steht in diesem Jahr unter dem Leitwort "Vergessen im Osten Europas". Damit soll der Blick auf die Verlierer der gegenwärtigen Entwicklungsprozesse in den östlichen Ländern Europas gelenkt werden. Zwar, so unterstreicht Bischof Marx in seinem Aufruf, habe der Aufbruch zur Freiheit im früheren 'Ostblock' vieles zum Besseren gewendet. Weniger bekannt sei die Kehrseite dieser "stürmischen Entwicklung". Für zahlreiche Menschen hätten die Veränderungen nicht nur Vorteile gebracht. Vielerorts habe sich die Armut verschärft. "Es leiden Kinder, deren Eltern keine Arbeit haben. Es leiden alte Menschen, Behinderte und Kranke, die keine oder nur wenig Unterstützung erhalten. Es leiden Jugendliche, die keine Chance auf eine Lehrstelle haben", betont der Bischof. Die Hilfemaßnahmen von Renovabis haben die Katholiken im Bistum Trier im vergangenen Jahr mit 804 238,36 Euro unterstützt. Bundesweit lag das Aufkommen aus Spenden und Kollekten im Jahr 2005 bei rund 11,8 Millionen Euro. Insgesamt setzte Renovabis im vergangenen Jahr 29,9 Millionen Euro für 987 Projekte in Mittel- und Osteuropa ein. Vor allem förderte Renovabis kirchlich-pastorale, sozial-caritative sowie Bildungs- und Medienprojekte.

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