Kolpingwerk hat lange Tradition in Trier

700 Kolpingschwestern und -brüder feierten das 150-jährige Jubiläum des Trierer Kolpingwerks in der Abteikirche St. Maximin. "Treu Kolping" schallte es durch die Abteikirche St. Maximin.

Trier. Die orange-schwarzen Banner geschultert, ziehen die Kolpingbrüder aus Merzig vom Trie rer Hauptbahnhof zur Reichsabteikirche St. Maximin. Die zahlreichen Fahnen rund um den ehemaligen Altarraum zeugen von den 120 Kolpings-Familien in der Diözese Trier. Selbst aus Luxemburg und Köln sind Kolping-Vertreter angereist. Mit ihnen feiern mehr als 700 Gäste - darunter Prominenz aus Kolping-Werk, Politik, lokalen Unternehmen, den Kammern und Gewerkschaften - das 150-jährige Bestehen des Kolpingwerks im Bistum Trier."Das Kolpingwerk hat eine lange Tradition in Trier", berichtet der Vorsitzende des Diözesanverbandes Trier, Andreas Heinrich. 1858 wurde es gegründet. "Von hier aus hat es sich in alle Ecken der Diözese ausgebreitet." Heute habe es rund 7300 Mitglieder, davon 1200 in der Kolpingjugend. Das älteste Mitglied sei 100 Jahre alt, das jüngste, sein Sohn David, sieben Monate. Alleine in Trier gebe es vier Kolpings-Familien. "Unser Mittelpunkt ist unsere Geschäftsstelle, der Warsberger Hof in der Dietrichstraße."Eine christlich-soziale Aufgabe

Bischof Robert Brahm betont die christlich-soziale Aufgabe des Kolpingwerks in Familie und Gesellschaft. Trier habe mit Georg Schäffer, erster Diözesanpräses im Bistum und Nachfolger Adolph Kolpings als Generalpräses, entscheidend dazu beigetragen. "Die Stadt hat eine lange karitative Tradition", berichtet Bürgermeister Georg Bernarding. Kindergärten und Gesundheitseinrichtungen seien vornehmlich in kirchlicher Trägerschaft. In vielen Bereichen wie der Obdachlosenhilfe habe das Kolpingwerk eine Vorreiterrolle übernommen.In seinem Festvortrag über das "solidarische Bürgergeld" fordert Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus eine grundlegende und ganzheitliche Reform des Sozialstaates. Sein Konzept garantiere soziale Sicherheit, verbunden mit wirtschaftlicher Freiheit. Dabei solle individuelle Leistung berücksichtigt werden. Wie dies im globalen Wirtschaftssystem funktionieren soll, lässt er jedoch offen.Musikalische Auflockerung der (selbst)ironischen Art liefern die vier "Komischen Harmoniker" aus Vallendar. Am Nachmittag nehmen die Kolpings-Familien ihre Banner und ziehen, unterstützt durch den Fanfarenzug Humes, durch die Stadt zum Pontifikalamt im Dom.

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