Kolumne Christiane macht Mittag: Biogate/Oh! Bio mio in der Palaststraße Trier

Kostenpflichtiger Inhalt: Restaurant-Check : Christiane macht Mittag – Heute im Oh! Bio mio in der Palaststraße

Zweiter Teil der neuen TV-Gastro-Kolumne: Diesmal macht TV-Redakteurin Christiane Wolff Mittag im Bistro „Oh! Bio mio!“: Die täglich wechselnde Speisekarte bietet auch eine breite Auswahl für Veganer. Alle Zutaten stammen zudem aus biologischem Anbau.

Der Sommer war wieder groß in diesem Jahr. Vielleicht helfen die Möhren auf meiner Gabel, die Erinnerung an die Sonne in die kalten, trüben Tage zu retten. Denn Karotten enthalten Carotin – der Naturfarbstoff verlängert angeblich die Urlaubsbräune.

„Rote Spitzpaprika mit Kartoffel-Kapern-Rosmarinfüllung“ heißt das Gericht auf der Karte des Bistros „Oh! Bio mio“ im Öko-Laden BioGate in der Trierer Palaststraße. Die Möhrenscheiben, die als kleine Beilage dazugehören, sind süß und haben genau den richtigen Biss. Dazu ist der Teller wirklich hübsch angerichtet mit frischer Kresse als Deko, die herrlich nussig-scharf schmeckt.

Im „Oh! Bio mio“ sitzt man nebeneinander auf hohen Hockern an einer großen Rundtheke. In der Mittagspausen-Rushhour, so zwischen 12 und 13 Uhr, sind oft alle 40 Plätze belegt. Dann reibt sich der gestrickte Ringelpulli am feinen Anwaltsanzug. Der Service hat in dieser Stunde viel zu tun, ist aber flott und freundlich.

Die Karte mit fünf stets vegetarischen Gerichten – davon einige auch in veganen Versionen erhältlich – wechselt täglich und ist vielfältig. Alle Zutaten stammen aus biologischem Anbau. Und wer sich unter einer „Gnocchischnitte“ nichts vorstellen kann, aber am Mittagstisch auch nicht auf Blinddates steht, dem hilft schon mal der Blick zum Nachbarsteller.

Der Salat, den es oft als reichliche Garnitur dazu gibt, ist einer der knackigsten der Stadt. Und obwohl die Gerichte teilweise doch recht außergewöhnlich sind, schmeckt es meist so lecker und vertraut wie zu Hause gekocht – auch meine gefüllte Spitzpaprika: Der Kartoffelstampf ist stückig und kräftig, Kapern und Rosmarin geben Pfiff, halten sich ansonsten aber zurück. Lediglich die Sahnesauce ist etwas fad geraten, was sich mit ein bisschen Salz allerdings schnell beheben lässt.

Die Hauptgerichte kosten zwischen 8,40 und 8,90 Euro, die kleinere Portion – die meist völlig ausreicht – gibt’s für zwei Euro weniger. Mein Tipp: dazu herb-säuerliche Frauenpower, der hausgemachte Smoothie aus Rote Bete und Äpfeln!

Zurück an den Arbeitsplatz geht’s anschließend mit dem guten Gefühl, etwas Gesundes gegessen zu haben. Und wirkt meine Sommerbräune da im Schaufensterspiegelbild nicht tatsächlich noch ziemlich frisch?

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