Kolumne: Glaube im Alltag : Lach doch, Gott liebt dich

Ich lache gerne. Es ist schön, etwas zu lachen zu haben. Und in einer Gemeinschaft, mit anderen zusammen, macht das noch mehr Freude und kann sogar ansteckend sein. Lachen eröffnet eine nonverbale Kommunikation, dies ist schon bei Säuglingen zu beobachten.

Lachen gehört zu den wichtigsten angeborenen emotionalen Ausdrucksverhalten des Menschen. Ein Kind lacht ungefähr 400-mal am Tag, während ein Erwachsener das nur etwa15-mal tut.

Forscher haben herausgefunden, dass Lachen gesund ist. Humor lockert das Leben auf, ja kann es verlängern, denn es hat etwas mit Lebenslust, ja mit Lebensbejahung zu tun. Wie ist das bei Ihnen, lachen Sie auch gerne?

Ich persönlich stelle fest: Wenn ich gut gelaunt bin, etwas zu lachen habe, dann geht mir die Arbeit leichter von der Hand. Dazu gehört es auch, über sich selbst lachen zu können. Zum Glück habe ich einen Beruf, in dem das eine wichtige Rolle spielt. Ich denke an meinen Religionsunterricht, auch im Lehrerzimmer haben wir freitags, wenn ich da bin, meistens etwas zu lachen. Unsere Dienstgespräche im Pastoralteam sind zum Glück nicht todernst. Die Frauen aus dem Familiengottesdienstkreis könnten sicherlich auch einiges erzählen, wie unsere Treffen verlaufen.

Dennoch habe ich den Eindruck, in unserer Kirche wird zu wenig gelacht. Dabei bin ich überzeugt, dass Gott will, dass wir glückliche Menschen sind und zum Glück eines Menschen, gehören mit Sicherheit das Lachen, Frohsinn, die Lebensfreude dazu. Lachen ist eine Gabe Gottes. Wer lacht, nimmt sich selbst nicht zu wichtig. Wie gut, dass das Lachen nicht nur in die närrische Jahreszeit gehört. Mir gefällt der Gedanke von Robert Baden Powell: „Lerne, spontaner zu sein, sage, was dir durch den Kopf geht, erzähle Witze, lächle, hab keine Angst. Dir wird nichts passieren, und du wirst Spaß haben. Ein Lächeln ist der geheime Schlüssel, der viele Herzen öffnet.“ Mit einem Lächeln auf den Lippen grüße ich Sie ganz herzlich und wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!