Meine Hilfe zählt : Lasst es sprudeln

Wer die Wahl hat, hat bekanntlich die Qual. Auch beim Mineralwasser. Im Supermarkt steht reihenweise Palette neben Palette, mal sind die Flaschen aus Glas, mal aus Plastik, das Wasser sprudelt, mal mehr, mal weniger.

Mal eignet es sich besonders für Sportler, für Ältere oder für alle. Das Etikett verrät wie viele Mineralien darin schwimmen und guttun. Mithilfe eines Designers, der vor Ideen sprudelt, wird das Produkt so präsentiert, dass Flasche und Etikett so gut aussehen, dass sie zu einem hippen Lifestyle passen.

 Die Deutschen trinken seit Jahrzehnten immer mehr Mineral- und Heilwasser. Lag der Konsum im Jahr 1970 noch bei 12,5 Litern pro Kopf, trank im Jahr 2020 ein Einwohner bundesweit durchschnittlich 133,8 Liter. Das hat das Online-Statistikportal Statista herausgefunden.

Knapp 4500 Kilometer Luftlinie entfernt, im afrikanischen Mali, erkranken Menschen, weil das Wasser aus ihren Uralt-Dorfbrunnen unsauber ist. Mit Kübeln auf Eselskarren ziehen die Bewohner täglich los, um zig Kilometer entfernt aus einem sauberen Brunnen schöpfen zu können. Welch eine Plackerei! Der Verein Mali-Hilfe e.V. hat ein großes Ziel: Sieben Brunnen in sieben Dörfern bauen. Bald ist es geschafft: Peter Brucker aus Longkamp, Vorsitzender des Vereins, hat den Endspurt eingeläutet: Brunnen Nummer sieben ist bald fertig. Über unser Spendenportal „Meine Hilfe zählt“ (www.volksfreund.de/meinehilfe) sammelt er weiter Spenden, noch fehlen 790 Euro. Auch die Dorfbewohner geben Geld dazu. Damit sie 2021, während andere vor Supermarktregalen Etiketten lesen, um eine gute Wahl zu treffen, endlich sauberes Trinkwasser haben. Sauberes Trinkwasser ist kein Luxus, sondern ein Menschenrecht.