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Ein Lob auf alle, die rücksichtsvoll im Verkehr unterwegs sind

Kolumne Straßenkampf : Weihnachtliche Grüße und danke für alle Rücksicht auf den Straßen dieser Welt

Immer nur meckern? Nein! In der heutigen Kolumne geht es ums Dankesagen.

Ich war viel unterwegs dieses Jahr. Mit dem Rad, zu Fuß, im Auto, im Zug, im Bus. Dabei bleiben einem vor allem die Szenen in Erinnerung, über die man sich aufregt. All die Menschen, die rasen, einem die Vorfahrt nehmen, rote Ampeln überfahren. Radler auf dem Bürgersteig, Fußgänger auf der Fahrbahn, Autofahrer, die auf Radwegen parken. Kurz: All die rücksichtslosen Regelbrecher bestimmen oft den Blick auf den Verkehr. Das sind die Geschichten, die einen aus dem Alltag reißen, über die man redet und um die es meist auch in dieser Kolumne geht.

Doch will ich wirklich immer nur nörgeln, kritisieren und meckern? Nein, denn es gibt auch eine andere Seite. Nach einem Dutzend Straßenkampf-Kolumnen über SUV-Raser, Rad-Rambos, Stinkefinger-Männer und andere rücksichtslose Rowdys dreht sich die letzten Kolumne vor Weihnachten um Nächstenliebe und gegenseitige Rücksicht. Es geht um das Gute in den Menschen. Ich möchte hier einfach mal Danke sagen.

Danke an all die rücksichtsvollen Autofahrer, die mich mit ausreichend Abstand überholt haben, wenn ich mit dem Rad unterwegs war. Vor allem an diejenigen, die mich als gleichwertigen Verkehrs­teilnehmer akzeptieren und einfach mal hinter mir herfahren. Danke an alle Abbieger, die auf Fußgänger achten. Und vor allem Danke an alle, die nicht nur am Zebrastreifen, sondern auch an anderen Stellen Rücksicht auf diejenigen nehmen, die zu Fuß unterwegs sind – besonders an die Autofahrer, die einfach mal anhalten, wenn Menschen mit Kindern über die Straße wollen. Der Dank gilt auch den Radlern, die sich an die Regeln halten. All jenen, die sich trotz Widrigkeiten im Radwegnetz nicht auf dem Bürgersteig an den Autoschlangen vorbeischlängeln oder in der Fußgängerzone fahren. Danke, dass ihr uns anderen Radler vor einem Rad-Rambo-Generalverdacht bewahrt. Und letztlich gilt der Dank sogar Verkehrsplanern – aber nur jenen, die alle Verkehrsmittel mitdenken. Ein Hoch auf alle, die auf Rücksicht setzen und Spaltung verurteilen.In diesem Sinne: Immer locker bleiben! Weihnachtliche Grüße aus dem Straßenkampf, der eigentlich keiner sein müsste.

Hier verarbeiten wir Alltagsepisoden aus dem Straßenverkehr. Wer Anekdoten beisteuern möchte, kann sie gerne an trier@volksfreund.de schicken.