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Kolumne Viezjupp: Eine Porz Viez im Himmel

Viezjupp : Eine Porz Viez im Himmel

Sommer zu Ostern? Wie schön waren doch die vergangenen Tage. Na gut, der Freitag hat temperaturtechnisch nicht mehr ganz mitgehalten. Aber für eine genussvolle Porz Viez in Zurlauben war das noch prima.

Zumal mein Lieblingsgetränk dann auch nicht so schnell warm geworden ist.

Ist schon toll, dass so viele Trierer vorsichtig sind und sich konsequent vor dem fiesen Coronavirus schützen. Wenn man das nicht tut, kann der britische Ableger echt zur Spaßbremse werden. Und dann ist schnell wieder Schluss mit dem Genuss auf der Restaurant-Terrasse. Also Leute: Die Maske wird in der Innenstadt konsequent getragen, schließlich ist der Abstand zwischen den Geschäften trotz der vielen verschlossenen Ladentüren noch so kurz, dass ein Absetzen nicht lohnt.

Ich trage das Teil natürlich konsequent, auch wegen des doppelten Nutzens. Denn wenn jetzt zum Beispiel der nervige Bruder von Werner meine Wege kreuzt, kann ich ihn ignorieren und im Zweifelsfall danach argumentieren, dass ich ihn mit der Maske gar nicht erkannt habe. Zum Vieztrinken im Außenausschank einer meine Lieblingskneipen setze ich das Teil natürlich ab.

Die Brille lasse ich auf, denn ich achte immer auch darauf, ob die Porz ein Original aus Speicher ist. Und da sind wir leider bei der traurigen Nachricht der Woche: Ich erhebe mein Trinkgefäß auf Walter-Georg Plein. Der Chef der Firma in der Eifel, die seit mehr als 50 Jahren dafür sorgt, dass uns die Original-Porze nicht ausgehen, stößt jetzt im Himmel hoffentlich mit Petrus darauf an, dass er uns Viezbrüder glücklich gemacht hat. Nur 55 Jahre alt ist er geworden. Traurige Sache ...

Kolumne Viezjupp: Eine Porz Viez im Himmel
Foto: TV/Werhan, Michael

Dass die Porz-Produktion von der Familie weitergeführt wird, ist zumindest eine gute Nachricht bei dem ganzen Drama. So werde ich heute also auf ihn anstoßen. Und am Montag, wenn es wieder richtig kalt ist, stehen bei mir Zuhause ausreichend Exemplare der Eifeler Tongefäße bereit. Vielleicht lade ich ja den Werner ein, zum Anstoßen mit Abstand und Anstand, aber definitiv ohne Bruder. Schöne Ostertage
wünscht euer