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Kolumne Viezjupp zum Thema Biogas aus der Eifel

Viezjupp : Biogas aus der Eifel, Bioviez vom Jupp

Im nächsten Jahr wird alles anders. Dann stellen wir um auf Bio. Komplett. Hat Bärbel gestern verkündet. Mich hat sie zwar nicht gefragt, aber wenn Bärbel „wir“ sagt, duldet sie keine Widerrede.

Was sie denn genau damit meine, habe ich sie vorsichtig gefragt und damit einen halbstündigen Vortrag provoziert. Als erstes würden wir (!) bei den Stadtwerken Trier auf Biogas aus der Eifel umsteigen. Weil Bärbel dem Putin für sein russisches Erdgas keinen Cent mehr zahlen will, müssen wir dafür künftig sechs Cent pro Kilowattstunde mehr berappen.

Warum das so teuer sein muss, frage ich mich allerdings. Denn Biogas wird – das habe ich gegoogelt – durch Vergärung von Biomasse erzeugt. In landwirtschaftlichen Biogasanlagen würden dafür in der Regel meist tierische Exkremente (Gülle, Festmist) und Energiepflanzen als Substrat (Rohstoff) eingesetzt. Clever sind die Eifeler ja. Da machen sie doch tatsächlich aus Sch... pardon, Mist Gold. Und ich zahl’ dafür.

Apropos Rindviecher und Schweine und so. Bärbel will, dass wir (!) 2021 nur noch Biofleisch essen, außerdem Biogemüse, Biokörner und Biomüsli. Unser Auto sollen wir (!) verkaufen und entweder auf Elektroauto umsteigen, besser sei aber noch auf Busse und Bahn. Daher habe ich beschlossen: 2021 wird mein Streikjahr! Denn eins steht felsenfest: Auf Müsli kaue ich nicht herum! Dazu liebe ich mein Schnitzel mit einer Porz Viez viel zu sehr. Wenn Bärbel tatsächlich einen auf Bio macht, werde ich ihr bei jeder Mahlzeit so lange und so viel Bio-Viez kredenzen, bis sie kapituliert. Prost! Euer Jupp.