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Kolumne

Nimmt man der Natur etwas weg, muss man ihr auch etwas zurückgeben. Das ist das (zweifellos sinnvolle) Prinzip, nach dem bei öffentlichen Baumaßnahmen immer auch ein ökologischer Ausgleich geschaffen werden muss. Michael Schmitz

Wird also für eine Straße Boden versiegelt, dann muss an anderer Stelle der Natur neuer Raum gegeben werden. Das gilt auch bei Triers derzeit mit Abstand größter Baustelle: der neuen, zweiten Moselschleuse. Seit zwei Jahren wird an der Schleuse gebaut. Mehrere Hundert Meter Ufer werden allein für die Vorhäfen der Schleuse begradigt, 1500 Kubikmeter Stahlbeton werden verbaut. Der Ausgleich für diesen Eingriff in die Natur geschieht nur ein paar Meter weiter flussaufwärts. Auf einem 800 Meter langen Streckenabschnitt ist parallel zur Mosel ein neues Stück Mosel angelegt worden. Eineinhalb Meter tief, 11,6 Hektar groß - das sind 16 Fußballfelder. Vor einigen Wochen ist das Wasser eingelaufen, nachdem die Bagger Unmengen an Boden bewegt haben. Eine Auenlandschaft soll hier mit der Zeit entstehen, ein Rückzugsraum für Tiere und Pflanzen. Heute (10.30 Uhr) wird diese ökologische Maßnahme "Monaise", benannt nach dem Schlösschen, das in Sichtweite steht, offiziell eröffnet.