Kommentar: Bier her? Selber holen!

Kostenpflichtiger Inhalt: Meinung : Bier her? Selber holen!

Dem „Koma-Karneval“, bei dem sich an Weiberfastnacht 2012 in Trier Dutzende Jugendliche bis zur Besinnungslosigkeit betranken, lässt sich doch noch etwas Positives abgewinnen. Seither widmet sich der Kriminalpräventive Rat verstärkt der Vernetzung und Einbindung aller Akteure, die zur Vermeidung von Alkohol- und Drogenmissbrauch beitragen können.

Ein Resultat: Plenumssitzungen wie die vom Montag, bei der sich Polizei und Stadtverwaltung auch mit Schulsozialarbeitern und Vertretern des Jugendparlaments austauschen können. Motto: miteinander reden, vielleicht auch voneinander lernen, neue Strategien entwickeln. Das ist der einzig richtige Weg, dem sorglosen, aber fatalen Umgang mit Drogen und Alkohol entgegenzuwirken.

Zumal sich die Welt der Verlockungen geändert hat. Gut, dass nun, wie am Montag deutlich wurde, zunehmend Shisha-Bars als Ziel von Jugendschutz-Kontrollgängen  ins Visier geraten. Gar nicht gut, dass – authentischer Fall! – ein Schulleiter neun Jugendliche beim Kiffen erwischt, die Eltern informiert und diese ihm daraufhin offen mit Repressalien drohen. Der Umgang mit dem großen gesellschaftlichen Problem Alkohol und Drogen muss ein anderer werden.

Beispiel aus dem Alltag: Eltern, die ihre Kinder zum Bier holen schicken, geben kein gutes Vorbild ab. Minimal besser wird es, wenn sie selbst gehen.

r.morgen@volksfreund.de

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