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Kommentar - Ein Unglück kommt selten allein

Kommentar : Ein Unglück kommt selten allein

Es ist die Wahl zwischen Pest und Cholera. Wann soll der für die Sanierung der Marktkirche Sankt Gangolf unverzichtbare Kran aufgestellt werden? Dass dafür aus Sicht des in der Corona-Krise eh gebeutelten Einzelhandels niemals die richtige  Zeit ist, lässt sich nachvollziehen.

Dennoch werden die Händler und auch ihre Kunden für einige Monate mit dem Nadelöhr Grabenstraße leben müssen. Denn für die Stadtverwaltung, die eine solche Maßnahme genehmigen muss, gab es kaum eine andere Wahl. Jetzt die Montage des Krans zu erlauben, ist die einzige mögliche Entscheidung mit Blick auf das Jahresende. Dann soll es wieder einen Weihnachtsmarkt in der Stadtmitte geben. Und natürlich sollen dann auch nicht nur an den Samstagen des Advents möglichst viele kauffreudige Kunden in die Innenstadt kommen. Zu dieser mehr oder weniger besinnlichen Zeit wäre ein Kran in der Grabenstraße tatsächlich ein geschäftsschädigendes Hindernis. Den Bauarbeiten an der Kirche ist zu wünschen, dass sie im Zeitrahmen bleiben. Andernfalls müsste die Krangeschichte neu geschrieben werden.

r.neubert@volksfreund.de