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Kommentar Eintrittspreise Freibäder Trier steigen

Kommentar : Die Preise werden steigen

Was für ein Sommer! Diese Bezeichnung hat diese Jahreszeit in unserer Region aktuell nicht verdient. Ein Hauch davon im Juni, danach nur noch einzelne warme Tage, viel Regen inklusive einer Starkregenflut, wie sie die Eifel und die Anrainer der Flüsse dort und in den Mündungsbereichen noch nicht erlebt hatten.

Wäre dieses Drama nicht, hätte das Wetter zumindest dem Projekt Nordbad in die Karten gespielt. Dessen Komplettsanierung war zwar von den Dauergästen, Familien und Frühschwimmern des Bads herbeigesehnt worden. Die Aussicht auf einen heißen Sommer und geschlossenem Freibad sorgte aber für deutlich weniger Begeisterung.

Nun sind die Sommermonate 2021 so nass und kühl, dass selbst im verbliebenen Freibad im Süden der Stadt nicht einmal annähernd die wegen Corona deutlich reduzierten Besucherzahlen erreicht werden. Anders als im Nordbad gewohnt, ist das nur durch Solarenergie beheizte Wasser dort für Otto Normalverbraucher einfach zu kühl für Schwimmeinheiten, die Spaß machen.

Dass Corona neben dem Wetter nun erneut an Bedeutung gewinnt, liegt aber nicht nur an den steigenden Inzidenzen. Die Engpässe auf dem Baustoffmarkt führen bei allen öffentlichen und privaten Baustellen zu Verzögerungen – und Kostensprüngen. Auch die Nordbad-Sanierung wird vermutlich teurer. Und die Eintrittspreise? Die steigen auch – zwangsläufig.

r.neubert@volksfreund.de