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Kommentar hauptamtlicher Wehrleiter VG Trier-Land

Meinung : Überforderung mit Ansage

Die Anforderungen an die Feuerwehr wachsen. Seit Jahren. An den einzelnen Feuerwehrmann ebenso wie an diejenigen, die die Einsätze koordinieren und leiten. Da muss die Frage erlaubt sein, wann das Ehrenamt mit diesen Aufgaben überfordert ist.

Wenn Bürgermeister Michael Holstein die Auffassung vertritt, dass die Verantwortung für 600 Ehrenamtliche in 30 Wehren mit viel teurer Technik nicht mehr im Ehrenamt geschultert werden kann, dann ist das nachvollziehbar. Ein hauptamtlicher Wehrleiter ist da die logische Konsequenz. Nicht nur in der VG Trier-Land. In anderen Verbandsgemeinden ist das Hauptamt sozusagen durch die Hintertür eingeführt worden. Dann nämlich, wenn die Wehrleiter bei der VG-Verwaltung beschäftigt sind und sie zwischen Wehrleiterjob und Verwaltungsjob beliebig wechseln können. Auch das ist eine Möglichkeit. Wohl eher eine Wunschvorstellung ist es hingegen, dass eine verantwortungsvolle Funktion wie die einer Wehrleitung auf Dauer neben einer normalen Beschäftigung in der freien Wirtschaft bewältigt werden kann. Das kann auf Dauer nicht gutgehen und führt irgendwann zu der Überforderung, die wohl niemand haben möchte.
             h.jansen@volksfreund.de