Kommentar: Rettet das Moselfest in Trier!

Kostenpflichtiger Inhalt: Meinung : Rettet das Moselfest!

Zusammen mit dem Trierer Altstadtfest und dem Weinfest in Olewig gehört das Heimatfest Zurlauben zu den großen drei. Zehntausende strömen seit Jahrzehnten auf das Gelände am Moselufer, um die einzigartige Atmosphäre zu genießen.

Eigentlich unverstellbar, dass es mit dieser Trierer Herrlichkeit plötzlich vorbei sein soll.

Zwar schrillten vor zweieinhalb Jahren schon mal die Alarmglocken, weil die Bauarbeiten am Moseldamm zu massiven Einschränkungen führten und das beliebte Feuerwerk ausfallen musste. Aber irgendwie lief es dank großer Anstrengungen doch noch. 2018 gab’s Ärger ums Musikprogramm, 2019 erneut Knatsch hinter den Kulissen um Standrechte und das liebe Geld.

Noch bevor die gegenseitigen Vorwürfe aufgearbeitet werden konnten, droht nun überraschend der K.o. Zu den Gründen nennen die Veranstalter schon eine Menge Schlagworte, aber viele Fragen bleiben noch offen. So ist es für Außenstehende schwer nachvollziehbar, wie eine Veranstaltung mit einem solchen Zulauf dauerhaft in die Miesen geraten kann. Und wie kann es sein, dass die Vereine mitteilen, keine öffentliche Unterstützung zu bekommen, die Stadt aber in ihrer Reaktion das Gegenteil behauptet? Da gibt es in der Tat dringenden Redebedarf, zumal sich beide Seiten offenbar während der jüngsten Krise nicht ausgetauscht haben.

Höchste Zeit, alle Optionen für eine Rettung und dauerhaft tragfähige Lösung zu prüfen.

m.hormes@volksfreund.de

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