Kommentar: SPD: Startschuss gelungen

Kommentar: SPD: Startschuss gelungen

Keine Frage: Der Startschuss bei der SPD ist gelungen. Nicht nur, weil die Partei der starken Frau an ihrer Spitze ohne jeden Widerspruch gefolgt ist.

Sondern weil man rund um den Parteitag das Gefühl hatte, dass die Delegierten den vollzogenen Generationswechsel, die Integration von profilierten Parteilosen und die Spitzenplätze für neue Gesichter nicht mit der Faust in der Tasche mitgetragen haben, sondern aus Überzeugung, ja sogar mit einem gewissen Maß an Begeisterung.

Es ist allerdings ein großer Schatten, den Malu Dreyer wirft und aus dem Sven Teuber erst einmal hervortreten muss. Das Startkapital in Form von Vertrauen hat er reichlich, und Rainer Lehnarts Klartext in Sachen Fraktionsvorsitz nimmt der politischen Konkurrenz den Wind aus den Segeln - falls sie die Position des Youngsters in Zweifel ziehen sollte.

Der SPD-Nominierungsparteitag hat aber auch klar gemacht, mit welchem Leitthema die Sozialdemokraten in den Wahlkampf ziehen werden. Sie werden versuchen, die CDU da zu packen, wo sie am schwächsten aufgestellt ist: bei ihren Vertretern im Stadtvorstand. OB Klaus Jensen, so wird es die SPD darstellen, hätte längst eine neue Politik durchgesetzt, wenn ihn seine Dezernenten nicht mangels Willen oder Kompetenz daran hindern würden. Die Christdemokraten werden sich dazu etwas einfallen lassen müssen.

d.lintz@volksfreund.de