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Kommentar zu den neuen Gebotsschildern für Radfahrer in der City Trier

Meinung : Ein Trierer ist, wer langsam radelt

In der Tat eine kluge Idee von Polizeipräsidium und City Initiative Trier! Anstatt Polizeistreifen loszuschicken mit der Maßgabe Fahrrad-Rowdys vermehrt zu verwarnen oder gnadenlos zu bestrafen, versuchen es die Verantwortlichen der Kampagne auf die sanfte Tour.

Die humorvollen und auffallenden Schilder, die „Rücksicht holen – Pass bissi uff!“ propagieren, kann niemand wirklich übersehen – es sei denn er fährt mit Scheuklappen durch die Fußgängerzone.

Leider gibt es von diesen kommunikationsgestörten Zeitgenossen immer noch genug. Ihnen sind Schilder, Rücksichtnahme oder Menschen in der Fußgängerzone schnurzegal, solange sie schnell genug von A nach B kommen. Die Initiatoren wissen das. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Und so versuchen sie freundlich, an die Einsicht derjenigen Radfahrer zu appellieren, die die Regeln bisweilen einfach nur vergessen oder erst gar nicht dran denken. Möge diese Kampagne tatsächlich dazu führen, dass Zweiradfahrer mehr Rücksicht auf Zweibeiner nehmen. Vernünftig wäre das. Denn die Folgen von Raserei und Rücksichtslosigkeit können schnell dramatisch werden. Für Radfahrer und Fußgänger!

v.kerl@volksfreund.de