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Kommentar zu Seilbahn und Petrisbergaufstieg Trier: Diskussion über die ferne Zukunft

Kommentar : Diskussion über die ferne Zukunft

Eine Entscheidung ist zwar noch nicht gefallen. Nach der Präsentation der näheren Untersuchungen zu E-Bus und Seilbahn ist aber klar, dass sich Trier nicht auf das innovative, aber teure Seilbahnprojekt einlassen wird.

Zu groß sind die Unwägbarkeiten und die voraussichtlichen Kosten. Das mag man als Mutlosigkeit bedauern. Bei rationaler Betrachtung ist aber ein Seilbahnprojekt wie dieses für eine Stadt wie Trier einfach zu groß. Die notwendigen Passagierzahlen können auch bei starken Touristenströmen nicht ausreichen, um die Sache langfristig rentabel zu machen.

Doch wer nun glaubt, die schnelle ÖPNV-Verbindung auf den Petrisberg und in die weiteren Höhenstadtteile kommt schnell, der irrt. Denn auch dieses Projekt ist riesig, benötigt umfassende öffentliche Zuschüsse und befindet sich bislang nicht in der Zehn-Jahres-Planung wichtiger Verkehrsprojekte.

Wer also in Trier-Ost schon mit den Füßen scharrt, um eine Bürgerinitiative zur Verhinderung einer Bustrasse durch das Wohngebiet ins Leben zu rufen, kann sich noch Zeit lassen. Bis das akut wird, ist die Umgehung Kürenz vermutlich ebenso bereits verwirklicht wie der Ausbau der Aulstraße und vielleicht sogar der Moselaufstieg.

Soweit die wahrscheinlichen Fakten. Letztlich entscheiden muss allerdings der Stadtrat Trier. Die Diskussion wird allemal spannend.

r.neubert@volksfreund.de